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Symbolbild, KI-generiert

Rocket Lab Aktie: SpaceX-Fantasie und CEO-Signal

Rocket Lab-Chef Peter Beck bindet sein Gehalt an den Aktienkurs, während ein möglicher SpaceX-Börsengang den gesamten Raumfahrtsektor befeuert. Die Aktie gewinnt deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • CEO reduziert Gehalt auf symbolischen Dollar
  • Möglicher SpaceX-IPO treibt Branchenbewertungen
  • Rekordumsatz und wachsender Auftragsbestand
  • Nächster Meilenstein ist Quartalsbericht im Mai

Gründer Peter Beck verzichtet freiwillig auf Millionen und reduziert sein Grundgehalt auf einen einzigen Dollar. Gleichzeitig sorgt ein möglicher Mega-Börsengang des Konkurrenten SpaceX für branchenweite Euphorie. Für Rocket Lab entsteht aus dieser Kombination derzeit eine bemerkenswerte Dynamik an der Börse.

Volles Risiko für den Chef

Seit Ende März bezieht CEO Peter Beck lediglich ein symbolisches Jahresgehalt von einem Dollar oder dem neuseeländischen gesetzlichen Minimum. Zusätzlich verzichtete er auf sämtliche Boni sowie fast 400.000 noch nicht zugeteilte Aktien. Das frei werdende Kapital fließt auf seinen Wunsch direkt in strategische Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Zuvor lag seine Gesamtvergütung bei über 20 Millionen Dollar. Mit diesem Schritt bindet der Gründer seine eigene finanzielle Zukunft fast ausschließlich an die langfristige Kursentwicklung des Unternehmens.

Der SpaceX-Effekt

Flankiert wird dieses interne Signal von massiver Bewegung im gesamten Raumfahrtsektor. Berichten zufolge hat SpaceX Anfang April vertraulich einen Börsengang beantragt, der das Unternehmen mit über 1,75 Billionen Dollar bewerten könnte. Diese Aussicht zwingt Investoren dazu, den Wert etablierter Raumfahrtunternehmen neu zu bewerten. Wer sich vor einem möglichen SpaceX-Debüt im Sektor positionieren möchte, greift derzeit auf bestehende börsennotierte Akteure zurück. Entsprechend kletterten die Papiere von Rocket Lab in der vergangenen Woche um fast zwölf Prozent nach oben.

Fundamentale Stärke trifft auf Risiken

Die aktuelle Kursfantasie stützt sich auf ein solides operatives Fundament. Das Unternehmen verzeichnete 2025 einen Rekordumsatz von 602 Millionen Dollar und baute den Auftragsbestand um 73 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar aus. Ein frischer Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium über 190 Millionen Dollar für Hyperschall-Testmissionen untermauert diese Entwicklung.

Obwohl zehn Analysten die Aktie aktuell zum Kauf empfehlen und das durchschnittliche Kursziel bei 87,58 Dollar liegt, gibt es auch mahnende Stimmen. Die US-Bank Wells Fargo stufte den Titel kürzlich mit „Equal-weight“ ein. Die Experten verweisen auf Ausführungsrisiken beim Zeitplan der neuen Neutron-Rakete sowie mögliche Engpässe bei Zulieferern.

Das überdurchschnittliche Handelsvolumen der vergangenen Tage zeigt, dass das Interesse der Anleger hoch bleibt. Die nächste fundamentale Bewährungsprobe steht bereits fest: Am 13. Mai 2026 wird Rocket Lab die Zahlen für das erste Quartal präsentieren. Dann muss das Management beweisen, dass das starke Umsatzwachstum den Weg zur anvisierten Profitabilität im Jahr 2027 weiter ebnet.

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