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Symbolbild, KI-generiert

Rocket Lab Aktie: Rückschlag verzögert Neutron

Ein struktureller Defekt verschiebt den Erstflug der Neutron-Rakete, während ein erwarteter SpaceX-Börsengang und gestrichene NASA-Mittel die Raumfahrtbranche unter Druck setzen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neutron-Erstflug auf Jahresende 2026 verschoben
  • Starker Umsatzanstieg im letzten Quartal
  • Analysten stufen Aktie auf Hold herab
  • Branchenweiter Ausverkauf belastet Wettbewerber

Rocket Lab USA kämpft derzeit mit mehreren Herausforderungen gleichzeitig. Ein struktureller Defekt beim neuen Neutron-Projekt wirft die Zeitplanung durcheinander, während die gesamte Raumfahrt-Branche unter Druck steht. Die Sorge: Ein möglicher SpaceX-Börsengang könnte kleineren Wettbewerbern die Liquidität entziehen.

Tank-Ruptur stoppt Neutron-Zeitplan

Der Hauptgrund für die aktuelle Verunsicherung liegt in einem kürzlich gemeldeten Zwischenfall bei Qualifikationstests. Ein Tank der ersten Stufe der Neutron-Rakete versagte während eines hydrostatischen Drucktests. Das Unternehmen prüft nun die Testdaten, um das volle Ausmaß der Auswirkungen zu bewerten.

Die Folge: Der für 2026 geplante Erstflug der Neutron-Rakete wurde offiziell auf das Jahresende verschoben. Damit gerät Rocket Labs Strategie, in den Markt für mittelschwere Trägerraketen vorzustoßen, zunächst ins Stocken.

SpaceX-IPO und gestrichene NASA-Mission

Zusätzlich belastet ein branchenweiter Ausverkauf die Aktie. Für Sommer 2026 wird ein Börsengang von SpaceX erwartet – ein Ereignis, das nach Einschätzung von Marktteilnehmern erhebliche Kapitalströme binden könnte. Anleger befürchten, dass kleinere börsennotierte Raumfahrtunternehmen wie Rocket Lab dabei ins Hintertreffen geraten.

Hinzu kommt eine politische Entscheidung: Der US-Kongress strich kürzlich die Finanzierung für die Mars Sample Return Mission 2031. Damit fällt ein milliardenschwerer Auftrag weg, um den Rocket Lab hätte konkurrieren können.

Solide Zahlen trotz Gegenwind

Trotz der aktuellen Belastungen zeigt sich das operative Geschäft robust. Im jüngsten Quartal steigerte Rocket Lab den Umsatz um 48 Prozent auf 155,08 Millionen Dollar. Der Auftragsbestand liegt bei über 500 Millionen Dollar – ein Zeichen für anhaltende Nachfrage nach den bestehenden Launch- und Raumfahrtsystemen.

Zacks Research stufte die Aktie am 12. Februar 2026 von „Strong Buy“ auf „Hold“ herab. Der Analystenkonsensus liegt bei „Moderate Buy“, die durchschnittlichen Kursziele bewegen sich zwischen rund 66 und 73 Dollar.

CEO Peter Beck verkaufte zuletzt Aktien im Rahmen eines vorab festgelegten 10b5-1-Handelsplans. Solche Pläne dienen in der Regel der persönlichen Vermögensplanung und werden nicht als direkter Kommentar zur kurzfristigen Unternehmensentwicklung gewertet.

Neutron bleibt entscheidend

Der Neutron-Rückschlag kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die neue Rakete soll Rocket Lab Zugang zu lukrativeren, größeren Nutzlastaufträgen verschaffen und die Abhängigkeit vom kleineren Electron-System verringern. Ob die Verzögerung nur eine technische Hürde oder ein längerfristiges Problem darstellt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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