Ein Gewinnziel, das bis zur Halbjahreszahl noch bekräftigt wurde, gilt nicht mehr. PNE kappt die Ergebnisprognose für 2026 drastisch, die Aktie fällt auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren.
Prognose um rund ein Drittel gesenkt
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll nun bei 60 bis 75 Millionen Euro landen. Bisher hatte der Windparkprojektierer 90 bis 120 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Bereinigt um Sonderposten rechnet das Management noch mit 65 bis 80 Millionen Euro, zuvor waren es 110 bis 140 Millionen.
Die Mitteilung kam am Dienstagabend nach Börsenschluss. Im frühen Handel verlor die Aktie zeitweise 17 Prozent. Zuletzt kostete sie rund 6,00 Euro, der Verlust lag bei gut 15 Prozent. Der Börsenwert beträgt damit noch etwa 460 Millionen Euro.
Verschobene Verkäufe, behaltene Parks
Als Grund nennt PNE ein schwieriges Branchenumfeld. Der Konzern hat die erwarteten Verkaufszeitpunkte vor allem für Windparkprojekte neu bewertet. Ergebnisbeiträge, die ursprünglich für 2026 vorgesehen waren, fallen teilweise erst 2027 an.
Hinzu kommt eine strategische Änderung: PNE will einige zum Verkauf vorgesehene Windparks behalten. Die damit verbundenen Veräußerungserlöse fehlen im laufenden Jahr.
Vorstandschef Heiko Wuttke verweist auf die starke operative Entwicklung bis jetzt. Die Verschiebungen schlügen sich aber nicht vollständig im Ergebnis nieder. Dennoch erwarte PNE eines seiner besten Resultate der vergangenen Jahre, und die strukturelle Nachfrage nach erneuerbaren Energien bleibe langfristig intakt.
Eigentümerfrage belastet zusätzlich
Es ist bereits der zweite deutliche Kurseinbruch in diesem Jahr. Nach einem Zwischentief Ende März bei 7,22 Euro erholte sich das Papier bis in den Sommer auf 11,86 Euro. Dann zeichnete sich ab, dass die Suche nach einem neuen Eigentümer schwierig wird, und die Aktie verlor binnen zwei Tagen ein Viertel ihres Werts.
Knapp die Hälfte der Anteile hält die von Morgan Stanley kontrollierte Photon Management GmbH. Sie sucht seit Anfang 2023 einen Käufer, zuletzt war auch ein Komplettverkauf im Gespräch. Die Preisvorstellungen von Verkäufer und möglichen Erwerbern liegen offenbar weit auseinander. Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als 40 Prozent verloren.
Die Analystenziele lagen zuletzt zwischen 12 und 15 Euro. Nach der Prognosesenkung dürfte sich zeigen, ob diese Marken Bestand haben. Die Verschiebung von Erträgen nach 2027 verlagert die Gewinnerwartung, streicht sie aber nicht ersatzlos.
PNE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PNE-Analyse vom 14. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten PNE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PNE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
PNE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
