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Symbolbild, KI-generiert

Meta Aktie: WhatsApp öffnet sich

Meta gibt im EU-Kartellverfahren nach und öffnet WhatsApp für andere KI-Chatbots. Gleichzeitig erhält der Konzern eine offizielle Verwarnung aus Indonesien wegen mangelhafter Inhaltsmoderation.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • EU-Kommission erzwingt Zugang für KI-Konkurrenten
  • Indonesien rügt unzureichende Inhaltsmoderation
  • Meta-Aktie notiert mit deutlichen Verlusten
  • COO verkauft Aktien im Millionenwert

Meta lenkt im Streit mit der EU-Kommission ein. Der Konzern erlaubt künftig konkurrierenden KI-Chatbots den Zugang zu WhatsApp – allerdings gegen eine Gebühr. Zeitgleich wächst der Druck aus Indonesien wegen unzureichender Inhaltsmoderation. Die Aktie gibt nach.

Brüssel erzwingt Kehrtwende

Die Europäische Kommission hatte Meta vergangenen Monat mitgeteilt, dass der Ausschluss konkurrierender Chatbots auf WhatsApp den Wettbewerb behindern könnte. Die Behörde drohte sogar mit einer einstweiligen Anordnung im Rahmen ihrer kartellrechtlichen Untersuchung zur KI-Politik des Konzerns.

Meta hat nun reagiert und die Kommission über seinen Plan informiert, den Zugang für konkurrierende KI-Anbieter zu WhatsApp wiederherzustellen. Die EU-Behörde prüft derzeit, wie sich dieser Schritt auf ihre laufende Untersuchung auswirkt. Für andere KI-Anbieter könnte dies neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen – für Meta bedeutet es einen Eingriff in die eigene Plattformkontrolle.

Indonesien verschärft den Ton

Während sich Meta in Europa beugt, spitzt sich die Lage in Südostasien zu. Indonesiens Kommunikationsministerin Meutya Hafid stattete am 4. März 2026 Metas Büro in Jakarta einen unangekündigten Besuch ab und sprach eine „ernste Verwarnung“ aus.

Der Vorwurf wiegt schwer: Meta habe nur 28,47 Prozent der gemeldeten Inhalte zu Online-Glücksspiel und Desinformation entfernt. Das Ministerium fordert den Konzern auf, seine Moderationssysteme zu verstärken und illegale Inhalte schneller zu löschen. „Desinformation, Verleumdung und Hassrede bedrohen Leben in Indonesien, dennoch hat Meta zugelassen, dass sie weiter bestehen“, so die Ministerin.

Aktie unter Druck

Im NASDAQ-Handel verlor die Meta-Aktie zeitweise 0,82 Prozent auf 662,24 Dollar. Der Titel steht damit deutlich unter seinem aktuellen Niveau von 667,73 Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von 1,69 Billionen Dollar.

Chief Operating Officer Javier Olivan verkaufte am 2. März 2026 insgesamt 1.555 Aktien für je 637,21 Dollar – ein Gesamtvolumen von rund 991.000 Dollar. Die Transaktionen erfolgten über einen vorher festgelegten Handelsplan nach Regel 10b5-1, der am 17. November 2025 aufgesetzt wurde.

Trotz der jüngsten Rückschläge bleibt die fundamentale Bewertung solide. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 28,36, die Bruttogewinnmarge beeindruckt mit 82 Prozent. Moody’s bestätigte kürzlich das Aa3-Rating und verwies auf die starke Marktposition im digitalen Werbegeschäft.

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