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Symbolbild, KI-generiert

Meta Aktie: Kapital für die KI-Aufholjagd

Der Konzern kündigte Aktienangebote und ein später startendes Marktprogramm an; drei Chiphersteller bekundeten unverbindliches Interesse.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Öffentliche Angebote über rund 35 Milliarden Dollar
  • Marktprogramm über bis zu 60 Milliarden geplant
  • Nvidia, AMD und Broadcom bekunden Interesse
  • Meta erwartet 2026 Ausgaben von 135 bis 145 Milliarden Dollar

Meta will sich für seine KI-Offensive bis zu 95 Milliarden Dollar am Aktienmarkt besorgen. Das Unternehmen kündigte am Montag gleich mehrere Platzierungen an. Auffällig: Mit Nvidia, AMD und Broadcom signalisieren drei Chipkonzerne Interesse, als Ankerinvestoren einzusteigen.

Zwei Bausteine, ein Ziel

Der erste Teil umfasst gleichzeitige öffentliche Angebote über rund 35 Milliarden Dollar. Davon entfallen 22,5 Milliarden auf Stammaktien der Klasse A, 12,5 Milliarden auf Hinterlegungsaktien, die an Vorzugsaktien gekoppelt sind und später zwingend in Stammaktien umgewandelt werden.

Die Banken sollen zusätzlich Optionen auf weitere Papiere erhalten. Die Erlöse aus dem Stammaktienteil fließen erst mit der Abwicklung von Terminverkaufsvereinbarungen, spätestens bis 19. November 2027.

Der zweite Teil ist größer. Ab dem ersten Quartal 2027 soll ein „At-the-Market“-Programm über bis zu 60 Milliarden Dollar starten. Dabei verkauft ein Unternehmen Aktien schrittweise direkt am Markt. Betroffen sind die neuen, stimmrechtslosen Aktien der Klasse C, die Meta erst in der Vorwoche zusammen mit den Quartalszahlen angekündigt hatte.

Diese Klasse-C-Papiere erhalten die Aktionäre als Aktiendividende: eine neue Aktie je gehaltener Aktie, wirtschaftlich ein Split im Verhältnis 2:1. Der Handel soll im Januar beginnen.

Chipkonzerne als Ankerinvestoren

Nvidia, AMD und Broadcom haben nach Unternehmensangaben Interesse an Klasse-A-Aktien im Gesamtwert von bis zu fünf Milliarden Dollar bekundet. Verbindlich ist das nicht. Es handelt sich weder um feste Vereinbarungen noch um Kaufverpflichtungen.

Kritiker dürften hier den bekannten Kreislaufgedanken sehen: Meta kauft Chips, seine Lieferanten steigen im Gegenzug beim Kunden ein. Marktteilnehmer lesen die Zusage dennoch als Vertrauensbeweis, der die Verwässerung zumindest optisch abmildert.

Hoher Finanzbedarf

Der Hintergrund ist der Investitionshunger. Für 2026 rechnet Meta mit Ausgaben von 135 bis 145 Milliarden Dollar, vor allem für KI-Infrastruktur. Finanzchefin Susan Li stellte zuletzt auch für die Zeit danach umfangreiche Investitionen in Aussicht. Konzernchef Mark Zuckerberg hat den KI-Bereich mit aggressiven Einstellungen umgebaut und zuletzt den Assistenten „Muse“ sowie das Modell „Muse Wonder“ vorgestellt.

Die Aktie gab im frühen US-Handel um 1,5 Prozent auf rund 633 Dollar nach und setzte damit den Rückgang der vergangenen Tage fort. Vorbörslich hatte sie zeitweise noch im Plus gelegen.

Die nächsten konkreten Marken stehen fest: Der Handel mit den Klasse-C-Aktien soll im Januar beginnen, das 60-Milliarden-Programm im ersten Quartal 2027. Ob die Chipkonzerne ihre Absichtserklärungen in echte Orders verwandeln, zeigt sich bei der Platzierung der Klasse-A-Aktien.

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Diskussion zu Meta

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.