Meta will sich für seine KI-Offensive bis zu 95 Milliarden Dollar am Aktienmarkt besorgen. Das Unternehmen kündigte am Montag gleich mehrere Platzierungen an. Auffällig: Mit Nvidia, AMD und Broadcom signalisieren drei Chipkonzerne Interesse, als Ankerinvestoren einzusteigen.
Zwei Bausteine, ein Ziel
Der erste Teil umfasst gleichzeitige öffentliche Angebote über rund 35 Milliarden Dollar. Davon entfallen 22,5 Milliarden auf Stammaktien der Klasse A, 12,5 Milliarden auf Hinterlegungsaktien, die an Vorzugsaktien gekoppelt sind und später zwingend in Stammaktien umgewandelt werden.
Die Banken sollen zusätzlich Optionen auf weitere Papiere erhalten. Die Erlöse aus dem Stammaktienteil fließen erst mit der Abwicklung von Terminverkaufsvereinbarungen, spätestens bis 19. November 2027.
Der zweite Teil ist größer. Ab dem ersten Quartal 2027 soll ein „At-the-Market“-Programm über bis zu 60 Milliarden Dollar starten. Dabei verkauft ein Unternehmen Aktien schrittweise direkt am Markt. Betroffen sind die neuen, stimmrechtslosen Aktien der Klasse C, die Meta erst in der Vorwoche zusammen mit den Quartalszahlen angekündigt hatte.
Diese Klasse-C-Papiere erhalten die Aktionäre als Aktiendividende: eine neue Aktie je gehaltener Aktie, wirtschaftlich ein Split im Verhältnis 2:1. Der Handel soll im Januar beginnen.
Chipkonzerne als Ankerinvestoren
Nvidia, AMD und Broadcom haben nach Unternehmensangaben Interesse an Klasse-A-Aktien im Gesamtwert von bis zu fünf Milliarden Dollar bekundet. Verbindlich ist das nicht. Es handelt sich weder um feste Vereinbarungen noch um Kaufverpflichtungen.
Kritiker dürften hier den bekannten Kreislaufgedanken sehen: Meta kauft Chips, seine Lieferanten steigen im Gegenzug beim Kunden ein. Marktteilnehmer lesen die Zusage dennoch als Vertrauensbeweis, der die Verwässerung zumindest optisch abmildert.
Hoher Finanzbedarf
Der Hintergrund ist der Investitionshunger. Für 2026 rechnet Meta mit Ausgaben von 135 bis 145 Milliarden Dollar, vor allem für KI-Infrastruktur. Finanzchefin Susan Li stellte zuletzt auch für die Zeit danach umfangreiche Investitionen in Aussicht. Konzernchef Mark Zuckerberg hat den KI-Bereich mit aggressiven Einstellungen umgebaut und zuletzt den Assistenten „Muse“ sowie das Modell „Muse Wonder“ vorgestellt.
Die Aktie gab im frühen US-Handel um 1,5 Prozent auf rund 633 Dollar nach und setzte damit den Rückgang der vergangenen Tage fort. Vorbörslich hatte sie zeitweise noch im Plus gelegen.
Die nächsten konkreten Marken stehen fest: Der Handel mit den Klasse-C-Aktien soll im Januar beginnen, das 60-Milliarden-Programm im ersten Quartal 2027. Ob die Chipkonzerne ihre Absichtserklärungen in echte Orders verwandeln, zeigt sich bei der Platzierung der Klasse-A-Aktien.
Stand heute, 26. Oktober: Meta – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Meta investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 26. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
