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VanEck Seltene Erden ETF: Terbiumoxid im September 53 Prozent höher

Oxidpreise legten im September kräftig zu, während der VanEck Seltene Erden ETF seit Jahresbeginn 15 Prozent verlor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Terbiumoxid verteuerte sich um 53 Prozent
  • Grönland genehmigte Tanbreez-Abbaupläne
  • Malaysia erwägt bedingte Rohstoffexporte
  • ETF notiert technisch im überverkauften Bereich

Die Kurse im Sektor der strategischen Metalle stehen derzeit unter Druck, obwohl die Preise für physische Seltene Erden zuletzt deutlich anzogen. Anleger am Aktienmarkt bewerten aktuell die Zeiträume neu, die Bergbauunternehmen in der Bauphase benötigen, um tatsächliche Umsätze zu generieren.

Während produzierende Minenbetreiber wie MP Materials in diesem Marktumfeld als relativer Puffer wahrgenommen werden, gerieten Explorer und Entwickler, die noch vor der Produktionsaufnahme stehen, zuletzt verstärkt in den Fokus von Verkäufen.

Versorgungsengpässe treiben Preise für Seltene-Erden-Oxide

Im Gegensatz zur verhaltenen Kursentwicklung der Minenwerte verzeichneten die physischen Rohstoffpreise im September eine dynamische Aufwärtsbewegung. Laut S&P Global erreichten die Preise für mehrere wichtige Oxide in Nordamerika neue Höchststände. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Terbiumoxid aus, das im Vergleich zum August-Ende um 53 % zulegte. Auch Dysprosiumoxid verzeichnete ein Plus von 41,3 %, während Samariumoxid um 25 % stieg.

Hintergrund dieser Entwicklung ist ein verschärfter Wettbewerb um Material, das nicht aus chinesischer Produktion stammt. S&P Global identifizierte zudem die restriktiven Exportkontrollen Chinas sowie verstärkte Lagerkäufe durch Abnehmer aus dem Verteidigungssektor als wesentliche Preistreiber.

Diese Käufer bereiten sich bereits auf strengere US-Beschaffungsrichtlinien für das Jahr 2027 vor, die den Zugriff auf bestimmte Quellen weiter einschränken könnten.

Strategische Fortschritte in Grönland und Malaysia

Auf der operativen Ebene meldeten wichtige Projekte im Sektor zuletzt Fortschritte. Am Montag erteilten die grönländischen Behörden die Genehmigung für die Abbau- und Stilllegungspläne des Tanbreez-Projekts von Critical Metals. Damit wurde eine entscheidende regulatorische Hürde für die Erschließung dieses Standorts genommen, der als wichtiges Vorkommen außerhalb des chinesischen Einflussbereichs gilt.

Parallel dazu gibt es Signale für eine mögliche Öffnung des malaysischen Marktes. Am Mittwoch teilte das dortige Ministerium für natürliche Ressourcen und ökologische Nachhaltigkeit dem Parlament mit, dass Exporte von Rohmaterialien für Forschungszwecke oder zur Weiterverarbeitung unter bestimmten Bedingungen zugelassen werden könnten.

Voraussetzung dafür seien lokale Investitionen und wertschöpfende Aktivitäten vor Ort. Das allgemeine Moratorium für Roh-Exporte bleibt davon unberührt, doch die geplante Lockerung deutet auf eine strategische Neuausrichtung hin.

Technische Marktlage des ETF

Trotz der fundamentalen Knappheitssignale am Rohstoffmarkt setzte sich die Verkaufswelle bei den entsprechenden Aktientiteln am gestrigen Donnerstag fort. Der VanEck Seltene Erden ETF verlor 1,8 % an Wert und beendete den Handelstag bei 10,72 €. Seit Beginn des Jahres verzeichnet der Fonds damit ein Minus von 15 %.

Aus charttechnischer Sicht nähert sich das Instrument nun einer Zone, die von Marktbeobachtern genau verfolgt wird. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 29,6 gilt der ETF aktuell als technisch überverkauft. Dies könnte kurzfristig spekulatives Interesse wecken, sofern die Stabilisierung der Oxid-Preise und die Fortschritte bei den westlichen Minenprojekten die Stimmung der Investoren wieder aufhellen. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das am 11. Mai bei 18,76 € markiert wurde, beträgt derzeit 43 %.

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