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Symbolbild, KI-generiert

TUI Aktie: Nahost-Blockade gefährdet Sommergeschäft

Zwei TUI-Cruises-Schiffe sind im Persischen Golf festsitzend, was zu massiven Stornierungen führt und die geplante Sommersaison im Mittelmeer gefährdet. Die Aktie zeigt bereits deutliche Verluste.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf blockiert
  • Stornierungen bis weit in den April hinein
  • Sommerrouten im Mittelmeer gefährdet
  • Aktienkurs verliert über acht Prozent

Der Reisekonzern TUI steuert auf ein logistisches und finanzielles Problem zu. Wegen der anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sitzen derzeit zwei Kreuzfahrtschiffe der Tochtergesellschaft TUI Cruises im Persischen Golf fest. Die erzwungene Pause durchkreuzt nun nicht nur die aktuellen Orient-Routen, sondern droht auch das wichtige Mittelmeer-Sommergeschäft spürbar zu belasten.

Absagen bis tief in den April

Konkret liegen die „Mein Schiff 4“ in Abu Dhabi und die „Mein Schiff 5“ im katarischen Doha vor Anker. Da die Betreiber den maritimen Transit durch die Straße von Hormus aufgrund von Sicherheitsbedenken derzeit meiden, verzögern sich die geplanten Verlegungsfahrten auf unbestimmte Zeit. TUI Cruises verweist hierbei auf die Einschätzung des Auswärtigen Amtes, wonach ein regulärer Betrieb in der Region aktuell nicht verantwortbar sei.

Die Reederei musste daher bereits weitreichende Stornierungen vornehmen:
* Mein Schiff 4: Alle Abfahrten bis einschließlich 11. April 2026 abgesagt.
* Mein Schiff 5: Alle Abfahrten bis einschließlich 24. April 2026 gestrichen.

Dies betrifft längst nicht mehr nur die lokalen Routen. Auch die ersten beiden Mittelmeer-Reisen der „Mein Schiff 5“ für die anstehende Sommersaison fallen aus, da das Schiff nicht rechtzeitig nach Europa überführt werden kann.

Finanzielle Folgen treffen auf Rekordzahlen

Für den Reisekonzern bedeutet der Stillstand eine wachsende finanzielle Belastung. Neben ausbleibenden Einnahmen summieren sich die Kosten für Kundenrückerstattungen, Ausgleichszahlungen für Hotelaufenthalte sowie die laufenden Ausgaben für Schiffswartung und Crewgehälter. Diese Entwicklung trifft das Unternehmen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Noch im Februar glänzte TUI mit einem um 51,5 Prozent gestiegenen bereinigten operativen Gewinn (EBIT) von 77,1 Millionen Euro – dem besten Winterquartal der Firmengeschichte.

An der Börse spiegelt sich die unsichere Lage wider. Die TUI-Papiere gingen am Dienstag bei 6,80 Euro aus dem Handel und weisen damit auf Sicht der letzten 30 Tage ein Minus von über acht Prozent auf. Der deutliche Abstand zur 50-Tage-Linie, die aktuell bei 7,91 Euro verläuft, unterstreicht die Schwäche des Titels in diesem Umfeld.

Ein schnelles Ende der logistischen Blockade ist derzeit nicht in Sicht. TUI Cruises plant die Wiederaufnahme des Betriebs der „Mein Schiff 4“ frühestens für den 1. Mai 2026, abhängig von der weiteren Sicherheitslage. Bis dahin weichen betroffene Passagiere auf vollständige Rückerstattungen oder Umbuchungen auf andere Schiffe der Flotte aus.

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