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Symbolbild, KI-generiert

TUI Aktie: Späte Buchungen bremsen Gewinn

TUI reduziert die Gewinnspanne für 2025/26. Späte Buchungen belasten die Marge, während sich die Nachfrage zum Saisonende verbessert.

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Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinnziel auf 1,2 bis 1,3 Milliarden eingeengt
  • Iran-Krieg belastet die Geschäftsentwicklung
  • Sommerbuchungen zuletzt wieder über Vorjahresniveau
  • Aktie dreht nach frühem Rückgang ins Plus

Kurz vor Ende des Geschäftsjahres zieht TUI die Zügel enger. Der Reisekonzern grenzt seine Gewinnprognose ein und macht dabei zwei Bremsklötze namhaft: den Iran-Krieg und einen hartnäckigen Trend zu Last-Minute-Buchungen. Kunden warten offenbar länger mit der Entscheidung — und das kostet Marge.

Für das Geschäftsjahr bis Ende September rechnet Vorstandschef Sebastian Ebel nun mit einem bereinigten operativen Gewinn von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro, währungsbereinigt. Bislang hatte die Spanne von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro gereicht. Damit landet TUI im mittleren Bereich der ursprünglichen Zielspanne, allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,41 Milliarden Euro.

Pauschalreisen schwächeln, Kurzfristbucher dominieren

Der gebuchte Umsatz im Pauschalreisegeschäft lag für den Sommer fünf Prozent unter Vorjahresniveau. In den vergangenen vier Wochen hat sich das Bild allerdings gedreht: Hier lagen die Buchungen sogar zwei Prozent über dem Vorjahreswert. TUI spricht deshalb von einer „ermutigenden Buchungsdynamik“ zum Ende der Sommersaison.

Für die Wintersaison 2026/27 sieht es ähnlich gemischt aus. Der gebuchte Umsatz liegt derzeit sieben Prozent unter Vorjahr, in den letzten vier Wochen hat sich der Rückstand aber auf ein Prozent verkürzt. Die Durchschnittspreise entwickeln sich in beiden Saisons weiterhin robust — ein Hinweis darauf, dass TUI nicht über den Preis, sondern über Volumen verliert.

Die Umsatzprognose bleibt weiterhin ausgesetzt. Im Vorjahr hatte der Konzern noch 24,2 Milliarden Euro umgesetzt.

Aktie fängt sich nach kurzem Rutsch

Die Reaktion an der Börse fiel gedämpft aus. Die TUI-Aktie fiel im frühen Handel um bis zu 2,1 Prozent und näherte sich damit dem am Freitag markierten tiefsten Stand seit Mitte Mai. Im weiteren Handelsverlauf drehte das Papier mit dem Gesamtmarkt ins Plus und gewann zuletzt rund 1,6 Prozent auf 6,63 Euro.

Im bisherigen Jahresverlauf zählt TUI mit einem Minus von knapp 28 Prozent weiterhin zu den schwächsten Werten im MDAX. Bernstein-Research-Analyst Richard Clarke sieht Anleger derzeit im Abwartemodus.

Die Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26 präsentiert TUI am 9. Dezember. Dann zeigt sich, ob die zuletzt verbesserte Buchungsdynamik in Sommer und Winter tatsächlich trägt oder der Last-Minute-Trend erneut auf die Marge drückt.

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Diskussion zu Tui

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.