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Symbolbild, KI-generiert

Silber Preis: Comeback über 60 Dollar

Schwache US-Beschäftigungszahlen beenden Silber-Talfahrt und treiben den Preis zurück über 60 US-Dollar.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Silber klettert über 60-Dollar-Marke
  • Enttäuschende US-Jobdaten als Auslöser
  • Sechstes Angebotsdefizit in Folge erwartet
  • Starke ETF-Zuflüsse verknappen Angebot

Der Silberpreis stand kurz vor einem drastischen Absturz. Ein Rückfall in Richtung 50 US-Dollar schien fast unausweichlich. Im letzten Moment rissen schwache US-Arbeitsmarktdaten das Ruder herum. Silber klettert zurück über die entscheidende Marke von 60 US-Dollar.

Zinsdruck lässt nach

Zuvor lasteten hohe Anleiherenditen und ein starker US-Dollar schwer auf den Edelmetallen. Die Marktstimmung war extrem angespannt. Dann brachte der US-Arbeitsmarktbericht die Wende. Die Beschäftigungszahlen fielen schwächer aus als erwartet. Das dämpft die Sorge vor dauerhaft hohen Zinsen. Aktienindizes wie der DAX und der Nasdaq 100 reagierten sofort positiv. Parallel dazu fielen die Renditen der US-Staatsanleihen. Der US-Dollar verlor spürbar an Stärke. Silber und Gold nutzten dieses Umfeld für einen rasanten Anstieg. Nun rückt für Silber die nächste Zielmarke von 70 US-Dollar in den Fokus.

Dauerhafter Mangel stützt den Preis

Dieser rasche Richtungswechsel trifft auf einen fundamental ausgetrockneten Markt. Laut dem Silver Institute droht 2026 das sechste Angebotsdefizit in Folge. Die weltweite Minenproduktion stagniert weitgehend. Das Recycling erreicht zwar ein Mehrjahreshoch. Allerdings reicht diese Menge nicht aus, um die hohe Nachfrage vollständig zu decken.

Hinzu kommt der wachsende Einfluss von börsengehandelten Produkten. Nach Rekordzuflüssen im Jahr 2025 rechnet Metals Focus mit weiteren globalen ETF-Käufen. Rund 30 Millionen Unzen fließen voraussichtlich in diese Fonds. Die Folge: Das verfügbare Angebot verengt sich rasant. Solche Zuflüsse entziehen dem Markt direkt physisches Metall und verschärfen Liquiditätsengpässe deutlich.

Das Edelmetall bleibt stark von geldpolitischen Signalen abhängig. Sinkende oberirdische Bestände machen den Markt extrem anfällig für kurzfristige Kapitalströme. Marktteilnehmer warten nun auf kommende US-Konjunkturdaten und die nächsten Aussagen der Federal Reserve. Bestätigt sich der Trend schwächerer Wirtschaftsdaten, festigt Silber seine neu gewonnene Basis bei 60 US-Dollar.

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