Ein ambitioniertes Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2030 und geteilte Analystenstimmen prägen das Bild bei Salesforce. Auf der Konferenz Dreamforce setzte sich der Softwarekonzern die Wegmarke von mehr als $63 Milliarden Umsatz für das Geschäftsjahr 2030. Diese Zielmarke liegt spürbar über den Markterwartungen: Die von CNBC berichteten Analystenschätzungen hatten im Vorfeld bei $59,2 Milliarden gelegen.
Für den US-Konzern markiert die Vorgabe ein klares Signal an den Markt, das Expansionstempo trotz eines veränderten Softwareumfelds hochzuhalten. Am Freitag ging die Salesforce-Aktie mit einem leichten Tagesplus von 0,7 % bei 204,55 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier damit seit Beginn des Jahres ein Minus von 9,8 %.
Analysten bewerten Aussichten unterschiedlich
Die Reaktionen der Finanzhäuser auf die strategischen Perspektiven fallen gemischt aus. Am Dienstag bekräftigte das Analysehaus Barclays seine Kaufempfehlung für die Salesforce-Aktie und rief ein Kursziel von $276 auf. Die Experten trauen dem Papier damit weiteren Spielraum nach oben zu.
Zurückhaltender äußerte sich am selben Tag das Bankhaus Citi. Die Analysten beließen ihre Einstufung auf „Hold“ und bezifferten das Kursziel auf $263. Während Barclays die langfristigen Erlöspotenziale hervorhebt, mahnt Citi angesichts der anstehenden Transformationsschritte und der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorerst zur Geduld.
Zukäufe und Produktanpassungen im Fokus
Um die angestrebten Zielmarken zu erreichen, erweitert Salesforce das eigene Angebot auch über Übernahmen. Zuletzt unterzeichnete das Unternehmen eine verbindliche Vereinbarung zur Akquisition von Listen Labs. Parallel dazu passt der Konzern seine Plattformen für Partner an.
So tritt der Sicherheitsdienstleister Forter als Einführungspartner für Storefront Next von Salesforce Commerce auf und bindet seine Kontrollwerkzeuge zusätzlich an das Loyalitätsmanagement des Softwareanbieters an.
Die kommenden Quartale müssen nun zeigen, wie schnell sich die strategischen Initiativen und Zukäufe in messbarem Erlöswachstum niederschlagen. Die Messlatte für das Geschäftsjahr 2030 hat das Management jedenfalls hoch gelegt.
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