Die Zahlen für 2025 sind ernüchternd — eine operative Umsatzrendite von gerade mal 1,1 Prozent, nach 14,1 Prozent im Vorjahr. Sonderbelastungen von rund 3,9 Milliarden Euro durch Restrukturierung, Batterietechnologie-Investitionen und US-Zölle haben tiefe Spuren hinterlassen. Trotzdem blickt das Management unter dem neuen CEO Dr. Michael Leiters demonstrativ nach vorn.
Neue Modelle sollen Wachstum bringen
Leiters skizzierte auf der Jahrespressekonferenz eine klare Richtung: Porsche will in margenstärkere Segmente vordringen und das Produktportfolio entsprechend ausweiten. Konkret bedeutet das eine Verlängerung der Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Modelle sowie einen angepassten Hochlauf der Elektrofahrzeuge. Mit dem neuen 911 Turbo S inklusive T-Hybrid-Technologie und der Weltpremiere des vollelektrischen Cayenne hat das Unternehmen bereits erste Akzente gesetzt. Für 2026 sind weitere Derivate angekündigt.
Die Dividende spiegelt das schwierige Jahr wider: Statt der gewohnten Ausschüttung schlägt der Vorstand nur 1,00 Euro je Stammaktie vor — ein deutlicher Rückschnitt, der aber laut Unternehmen oberhalb der ursprünglichen 50-Prozent-Guideline liegt.
Analysten senken Kursziele, Erholung bleibt vorsichtig
Drei Analysehäuser reagierten mit Kurszielreduktionen:
- Goldman Sachs: Kursziel von 40 auf 36 Euro gesenkt, Rating „Neutral“
- RBC Capital Markets: Kursziel von 43 auf 39 Euro gesenkt, Rating „Sector Perform“
- Citigroup: Kursziel von 55 auf 53 Euro gesenkt, Rating „Buy“ bekräftigt
Für 2026 erwartet Porsche eine operative Umsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent bei einem Umsatz von 35 bis 36 Milliarden Euro. Finanzvorstand Dr. Jochen Breckner warnte jedoch, dass auch im laufenden Jahr einmalige Ergebniseffekte in hoher dreistelliger Millionenhöhe anfallen werden. China bleibt schwierig, der Preisdruck bei Elektrofahrzeugen hält an.
Die Aktie notiert mit einem Abstand von rund 13 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und bewegt sich knapp über dem 52-Wochen-Tief. Am 29. April legt Porsche die Q1-Zahlen vor — dann zeigt sich, ob die angekündigte Margenerholung bereits messbare Fortschritte macht.
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