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Symbolbild, KI-generiert

Porsche AG Aktie: Der Umbau auf 2035

Porsche plant Stellenabbau und teurere Modelle; für 2027 erwartet der Finanzchef niedrigere Absatz- und Gewinnwerte als 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Belegschaft soll mittelfristig um 25 Prozent sinken
  • Managementpositionen sollen um 40 Prozent schrumpfen
  • Teuerste Modelle sollen bis 2030 zulegen
  • 2027 erwartet Porsche geringeren Absatz und Profitabilität

Porsche streicht ein Viertel der Belegschaft und kündigt zugleich höhere Ausschüttungen an. Auf dem Kapitalmarkttag in Weissach präsentierte die VW-Tochter ihre Strategie „Sportwagenschmiede ’35“. Das Programm soll den Konzern kleiner, teurer und profitabler machen. Für 2027 warnt der Finanzchef allerdings vor einem noch härteren Jahr.

Weniger Masse, höhere Preise

Konzernchef Michael Leiters will die Gewinnschwelle auf unter 200.000 Fahrzeuge senken. Viele Teile des Unternehmens seien zuletzt auf rund 350.000 Autos ausgelegt gewesen, sagte er. Das Wachstum soll künftig aus dem Preis kommen, nicht aus der Stückzahl.

Der Anteil besonders teurer Modelle soll von rund einem Drittel auf fast die Hälfte steigen. Der Durchschnittspreis der teuersten 10.000 verkauften Autos soll bis 2030 von 270.000 auf 330.000 Euro klettern. Vorgesehen sind unter anderem ein SUV oberhalb des Cayenne und ein Supersportwagen über dem 911er.

Mittelfristig peilt Porsche 41 bis 45 Milliarden Euro Umsatz an. Die operative Marge soll zwischen 10 und 15 Prozent liegen, langfristig am oberen Ende dieser Spanne. Im ersten Halbjahr 2026 waren es 7,8 Prozent.

Sparprogramm mit Härten

Die Belegschaft soll mittelfristig um 25 Prozent schrumpfen, als strategisches Ziel gelten 30 Prozent. Die Managementpositionen sollen um 40 Prozent sinken. Hinzu kommen niedrigere Kosten bei Entwicklung, Fertigung, Vertrieb und Material.

Auch bei Investitionen und Forschung zieht der Konzern die Zügel an. Der Höhepunkt der Ausgaben liegt nach Angaben des Finanzchefs Jochen Breckner im laufenden Jahr. Die Ausschüttungsquote soll bei mindestens der Hälfte des Konzernergebnisses liegen, bisher war es rund die Hälfte.

Hintergrund ist ein schwieriges Umfeld. Der Absatz in China bricht dauerhaft weg, die Nachfrage nach E-Modellen ist schwach, dazu kommen US-Zölle und hohe Kosten für die Verbrenner-Verlängerung. Das Ergebnis nach Steuern sackte 2025 um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ab.

Analysten und Aktie

JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sieht in den Aussichten auf freie Barmittel eine Stütze für künftige Zahlungen an die Aktionäre. Jefferies-Experte Philippe Houchois verweist darauf, dass der Markt eher mit dem unteren Ende der Zielspannen gerechnet hatte. Für das obere Ende brauche es laut Management ein deutlich besseres Umfeld oder weitere Maßnahmen.

Die Vorzugsaktie schwankte im Tagesverlauf und lag am Nachmittag knapp im Minus. Seit Jahresbeginn hat sie gut 7 Prozent verloren.

Kurzfristig dämpft Breckner die Erwartungen. 2027 werde wegen Modellanläufen noch einmal härter als das laufende Jahr, Absatz und Profitabilität dürften unter den Werten von 2026 liegen.

Für dieses Jahr erwartet Porsche 35 bis 36 Milliarden Euro Umsatz und eine operative Marge von 5,5 bis 7,5 Prozent. Die Erholung beginnt damit frühestens nach einem weiteren Übergangsjahr, die Zielmarken gelten für 2030/31.

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