Die Aktie von Nike hat am gestrigen Freitag mit deutlichen Verlusten geschlossen. Das Papier gab um 3,6 Prozent nach und beendete den Handel bei 30,10 Euro. Grund für die Verkäufe waren die am Donnerstag vorgelegten Resultate für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 sowie eine gedämpfte Geschäftsprognose.
Im abgelaufenen Auftaktquartal fiel der Umsatz auf 11,2 Milliarden $, während der verwässerte Gewinn je Aktie 0,48 $ erreichte. Besonders das Geschäft in der Region Greater China geriet unter Druck, wo die Erlöse währungsbereinigt um 26 Prozent sanken.
Die Unternehmensführung machte deutlich, dass die Trendwende Geduld erfordert. Vor allem in den Kernsparten Sportswear und Jordan Brand sowie im wichtigen chinesischen Markt sieht sich der Konzern mit anhaltenden operativen Hürden konfrontiert. Das veränderte Konsumverhalten und der intensive Wettbewerb bremsen die erhoffte Erholung des Sportartikelherstellers spürbar aus.
Ausblick und Sparprogramm Pace
Für das gesamte Geschäftsjahr stellt das Management einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Beim bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen mit einer Spanne von 1,15 bis 1,35 $. Um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen, kündigte Nike zeitgleich das umfassende Transformationsprogramm Pace an.
Über dieses Programm plant der Konzern bis zum Geschäftsjahr 2031 kumulierte Kosteneinsparungen von rund 2,5 Milliarden $. Diesem Sparziel stehen vorsteuerliche Belastungen von insgesamt etwa 1,0 Milliarde $ gegenüber, wovon rund 0,3 Milliarden $ bereits im laufenden Geschäftsjahr verbucht werden sollen.
Inhaltlich zielt das Vorhaben auf eine spürbare Verschlankung der weltweiten Organisation, eine Optimierung der Lieferketten sowie eine Neuausrichtung der Geschäftsstruktur auf drei geografische Regionen ab. Bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte der Konzern Abfindungskosten verbucht, um den Personalbestand anzupassen. Mit den zusätzlichen Einschnitten will das Unternehmen seine operative Effizienz langfristig wiederherstellen.
Analysten bleiben vorsichtig
Die Skepsis am Kapitalmarkt hatte sich bereits im Vorfeld der Quartalsvorlage aufgebaut. Bloomberg zufolge stufte die Bank of America die Nike-Aktie am 25. September von Neutral auf Underperform ab und reduzierte das Kursziel von $47 auf $30. Die zuständigen Experten begründeten ihr Votum mit einer deutlich längeren Dauer bis zu einer nachhaltigen Erholung und prognostizierten anhaltend rückläufige Erlöse bis in das Geschäftsjahr 2027.
Auch andere Marktbeobachter äußerten sich zurückhaltend. Medienberichten zufolge senkte das Analysehaus Stifel am 21. September sein Kursziel auf $40 und behielt die Einstufung Hold bei. Als Belastungsfaktoren nannten die Analysten zunehmende Rabattaktionen in den westlichen Märkten sowie anhaltenden Margendruck. Für die Anleger bestätigten die jüngsten Entwicklungen somit die Befürchtungen, dass der Weg aus der Krise steinig bleibt.
Stand heute, 3. Oktober: Nike – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Nike investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
