Am Freitag verzeichnete die Aktie von Nike einen Kursrückgang von 3,6 Prozent auf 30,10 Euro. Grund für die Abgaben war der gedämpfte Ausblick des Sportartikelherstellers auf das Geschäftsjahr 2027, nachdem bereits die Erlöse im ersten Quartal die Markterwartungen verfehlt hatten. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus des Papiers damit auf 42 Prozent.
Der Gegenwind für das Unternehmen hält damit unvermindert an. Zurückhaltende Konsumentenausgaben auf wichtigen internationalen Märkten und der Druck durch Konkurrenten belasten die Entwicklung spürbar.
Wie Reuters berichtete, verfehlte Nike im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden $ die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 11,32 Milliarden $. Als maßgebliche Faktoren galten eine schwache Nachfrage in China sowie der verschärfte Wettbewerb.
Gedämpfte Erwartungen für das Gesamtjahr
Vor allem die Aussichten für die kommenden Quartale trüben das Bild weiter ein. Die Unternehmensführung rechnet im laufenden Turnus nicht mit einer schnellen Erholung.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 prognostiziert der Konzern einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie soll sich in einer Spanne von $1.15 bis $1.35 bewegen. In dieser Schätzung sind anfallende Aufwendungen für den Konzernumbau in Höhe von rund $0.15 je Aktie noch nicht enthalten.
Reaktionen der Analystenhäuser
Die vorgelegten Zahlen und die verhaltenen Perspektiven veranlassten Analysten zu Neueinschätzungen. An der Wall Street passten Experten ihre Erwartungen umgehend an das veränderte Ertragsprofil an.
Am Freitag senkte das Analysehaus Morgan Stanley das Kursziel für Nike von $31 auf $27 und bestätigte die Einstufung mit Underweight; zuständig ist Analyst Alex Straton. Am selben Tag reduzierte auch UBS das Zwölf-Monats-Kursziel für den Titel von $42 auf $34 und behielt die Einstufung mit Neutral bei.
Umbauprogramm soll Milliarden einsparen
Um den operativen Herausforderungen zu begegnen, setzt das Management auf das Restrukturierungsprogramm Pace. Die Initiative soll das Geschäftsmodell transformieren und durch organisatorische Straffungen die Effizienz nachhaltig steigern.
Bis zum Geschäftsjahr 2031 peilt Nike durch das Vorhaben kumulierte Einsparungen von rund 2,5 Milliarden $ an. Für die Umsetzung der Maßnahmen veranschlagt das Unternehmen im selben Zeitraum Vorsteuerbelastungen von insgesamt etwa 1,0 Milliarde $.
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