Meta Platforms hat Anpassungen an seinen geplanten Geschäftsbedingungen für automatisierte Website-Zugriffe vorgenommen. Auslöser waren Diskussionen über Formulierungen, nach denen Inhalte von Webseiten geschäftlicher Nutzer für das Anlernen von Modellen verwendet werden könnten.
Anpassung der gewerblichen Nutzungsbedingungen
In den überarbeiteten englischsprachigen Bedingungen für die USA strich das Unternehmen einen Satz, der das Erfassen von Inhalten ausdrücklich zum Trainieren von Produkten erlaubte. Die neuen Richtlinien sollen am 30. Oktober in Kraft treten. Zuvor war Kritik laut geworden, dass die ursprüngliche Klausel den automatisierten Zugriff auf Webseiten von Geschäftskunden legitimiert hätte.
Meta-Sprecher Andy Stone trat Darstellungen entgegen, wonach systematisch Inhalte fremder Seiten abgeschöpft werden sollten. Die Aktualisierung der Bedingungen diene dazu, verlässliche Produktinformationen für Werbung und Empfehlungen sicherzustellen.
An der tatsächlichen Praxis beim Einsatz von Web-Crawlern habe sich nichts geändert. Gleichwohl verweist der überarbeitete Text weiterhin darauf, gesammelte Daten für die Entwicklung, Verbesserung und Erforschung von Produkten einzusetzen.
Quartalszahlen und Analystenstimmen
Die Diskussion um die Datennutzung fällt in eine wichtige Phase für das Unternehmen. Am 21. Oktober legt der Technologiekonzern nach US-Börsenschluss seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 vor.
Mehrere Analysehäuser hatten ihre Kursziele im Vorfeld angehoben. Am Donnerstag schraubte die Citigroup ihr Ziel von $800 auf $895 nach oben und bestätigte die Einstufung „Buy“.
Analyst Ronald Josey begründete den Schritt mit einem klareren Produktfahrplan bis in das Jahr 2027 sowie der Entwicklung der unternehmenseigenen Modelle. Ebenfalls am Donnerstag erhöhte die UBS ihr Kursziel für Meta von $715 auf $884 und hielt an ihrer Kaufempfehlung fest.
Marktumfeld bleibt anspruchsvoll
Zuletzt gerieten Technologietitel an den US-Märkten unter Verkaufsdruck, ausgelöst durch Debatten über die Ertragskraft und Refinanzierung hoher Ausgaben für künstliche Intelligenz. Auch die Papiere von Meta verbuchten im Zuge dieser Branchenbewegung Verluste.
Vorbörslich zeigt sich die Aktie stabilisiert bei 640,60 Euro, was einem Zuwachs von 1,5 Prozent entspricht. Damit liegt der Titel rund 7,0 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 689,00 Euro.
Stand heute, 19. Oktober: Meta – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Meta investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 19. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
