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Symbolbild, KI-generiert

Johnson & Johnson Aktie: RBC senkt Kursziel

Für das dritte Quartal meldet Johnson & Johnson 25,4 Milliarden Dollar Umsatz; Sonderaufwendungen belasten den ausgewiesenen Gewinn.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • RBC und BofA senken Kursziele
  • Anlageurteile bleiben unverändert
  • Jahresprognose für 2026 angehoben
  • Orthopädie-Abspaltung bleibt eine Option

Johnson & Johnsons höhere Jahresprognose hat mehrere Analysten nicht von niedrigeren Kurszielen abgehalten. Am Mittwoch senkten die Häuser ihre Zielmarken nach den am Dienstag veröffentlichten Quartalszahlen. Ihre Anlageurteile änderten sie nicht. Für Anleger ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Der Konzern hebt seine Erwartungen an, während Sonderbelastungen den ausgewiesenen Gewinn drücken und der geplante Konzernumbau Konturen gewinnt.

Niedrigere Ziele bei unveränderten Urteilen

RBC Capital reduzierte am Mittwoch das Kursziel von 290 $ auf 280 $ und behielt die Einstufung „Outperform“ bei. Das Haus blieb damit trotz der niedrigeren Zielmarke bei seinem positiven Anlageurteil.

Eine einheitlich optimistische Einschätzung ergibt sich daraus allerdings nicht. Die Analysten unterscheiden sich weiterhin darin, wie sie die Aktie bewerten.

BofA senkte das Kursziel am Mittwoch von 282 $ auf 275 $ und hielt am neutralen Urteil fest. Weitere Analysten reduzierten ebenfalls ihre Zielmarken, ohne ihre positive Einstufung aufzugeben.

Höhere Erwartungen trotz Sonderbelastungen

Die operativen Zahlen und der ausgewiesene Gewinn erzählen unterschiedliche Geschichten. Johnson & Johnson meldete für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 25,4 Milliarden $. Das entsprach einem Wachstum von 5,9 %.

Beim Ergebnis ist die Unterscheidung zwischen bereinigten und ausgewiesenen Zahlen entscheidend. Der Konzern verwies auf eine einmalige Sonderbelastung im Zusammenhang mit der vorgeschlagenen Beilegung der Talkum-Rechtsstreitigkeiten. Auch die Übernahme von Firefly Bio und die Zusammenarbeit mit Sail Biomedicines standen damit in Verbindung.

Der ausgewiesene Nettogewinn betrug 210 Millionen $ beziehungsweise 0,09 $ je verwässerter Aktie. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag dagegen bei 2,59 $.

Trotz dieser Belastungen hob Johnson & Johnson seine Jahresprognose an. Die höhere Erwartung steht damit neben einem Quartalsergebnis, dessen ausgewiesene und bereinigte Größen deutlich auseinanderliegen.

Für 2026 erwartet das Unternehmen nun einen berichteten Umsatz von 101,0 bis 101,4 Milliarden $. Die angehobene Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 11,05 bis 11,15 $.

Portfolioentscheidungen ergänzen die Ergebnisdebatte

Neben der Ergebnisentwicklung rückt die künftige Aufstellung des Konzerns in den Blick. Finanzchef Joe Wolk sagte am Dienstag laut Bloomberg, Johnson & Johnson tendiere beim Orthopädiegeschäft eher zu einer Abspaltung als zu einem Verkauf. Eine abgeschlossene Entscheidung beschrieb er damit nicht.

Bei anderen Vorhaben meldete das Unternehmen bereits Vollzug: Die Übernahme von Firefly Bio wurde im dritten Quartal 2026 abgeschlossen. Außerdem vereinbarte Johnson & Johnson eine Zusammenarbeit mit Sail Biomedicines für In-vivo-CAR-T-Programme.

Als bedeutende Innovation des Quartals führte der Konzern zudem die FDA-Marktzulassung seines robotergestützten Operationssystems OTTAVA an. Für die Einordnung der Aktie stehen damit mehrere Entwicklungen nebeneinander: höhere Geschäftserwartungen, erhebliche Sonderbelastungen und Veränderungen im Portfolio. Die gesenkten Analystenziele zeigen, dass die angehobene Prognose allein noch kein einheitlich positiveres Bewertungsbild geschaffen hat.

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