Delivery Hero muss beim Verkauf seines Foodpanda-Geschäfts in Taiwan einen Rückschlag hinnehmen. Die taiwanesische Wettbewerbsbehörde TFTC verweigert die kartellrechtliche Freigabe für den Verkauf an den Konkurrenten Grab. Der Berliner Konzern machte die Entscheidung heute per Ad-hoc-Mitteilung öffentlich.
Was hinter dem Deal steckt
Delivery Hero hatte den Verkauf der Tochtergesellschaft Foodpanda Taiwan am 23. März 2026 angekündigt. Der Kaufpreis lag bei 600 Millionen US-Dollar. Die Transaktion stand von Beginn an unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen, darunter die Freigabe der TFTC.
Diese bleibt nun aus. Ganz vom Tisch ist der Deal damit nicht: Das Recht auf Einlegung eines Rechtsmittels bleibt laut Unternehmen unberührt. Ob Delivery Hero davon Gebrauch machen will, ließ der Konzern offen.
Break Fee als Absicherung
Für den Fall eines Scheiterns hatten beide Seiten Vorkehrungen getroffen. Delivery Hero verweist auf „angemessene“ Transaktionsschutzmaßnahmen, darunter eine Break-Fee-Vereinbarung. Solche Klauseln sehen in der Regel eine Entschädigungszahlung vor, wenn ein Geschäft aus zuvor festgelegten Gründen nicht zustande kommt. Wie hoch die Summe ausfällt und unter welchen Bedingungen sie fließt, teilte das Unternehmen nicht mit.
Unsicherheit im größeren Kontext
Die Entscheidung fällt in eine sensible Phase. Delivery Hero befindet sich nach Angaben aus dem Markt mitten in einem Übernahmeprozess durch den Wettbewerber Uber. Ein geplanter Verkauf, der nun an kartellrechtlichen Bedenken scheitert, zeigt, wie stark Regulierer das Geschehen in der Branche mitbestimmen.
Als nächster Schritt steht die Entscheidung über ein Rechtsmittel gegen den TFTC-Beschluss an. Davon hängt ab, ob der Taiwan-Verkauf an Grab doch noch eine Chance bekommt oder ob Delivery Hero eine neue Lösung für das Geschäft suchen muss.
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