Eine verpasste Siegprämie und der erste Dämpfer im Europapokal: Borussia Dortmund hat am Mittwochabend beim norwegischen Vertreter FK Bodø/Glimt mit 0:1 verloren. Nach dem Auftakterfolg gegen den FC Villarreal blieb der Bundesligist am zweiten Spieltag der Champions-League-Ligaphase ohne Punkte. Damit entgeht dem Klub auch die Prämie von 2,1 Millionen Euro, die der europäische Fußballverband für einen Sieg in dieser Turnierphase ausschüttet.
Am Aktienmarkt reagierten die Anleger verhalten auf den sportlichen Rückschlag. Das BVB-Papier verbilligt sich heute um 1,8 Prozent auf 3,02 Euro. Mit diesem Kursrücksetzer vergrößert sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 3,57 Euro auf minus 15 Prozent.
Fehlende Durchschlagskraft nach Fünffach-Rotation
Auf dem Kunstrasen im norwegischen Bodø fand die Dortmunder Mannschaft lange Zeit nicht zu ihrem Spiel. Trainer Niko Kovač hatte seine Startformation im Vergleich zum vorangegangenen 2:2 gegen Werder Bremen auf fünf Positionen verändert, unter anderem fehlte Verteidiger Nico Schlotterbeck zur Belastungssteuerung. Den entscheidenden Treffer für die Gastgeber erzielte Fredrik Sjøvold in der 52. Minute nach Vorarbeit von Sondre Auklend.
Kovač räumte nach dem Schlusspfiff eigene Versäumnisse ein und übernahm die Verantwortung für die gewählte Aufstellung. Dortmund habe bis zum Gegentreffer nicht stattgefunden und es an Leidenschaft sowie Intensität vermissen lassen.
Erst ein Vierfachwechsel rund um die 60. Minute brachte dem BVB mehr Offensivchancen ein, unter anderem durch Sehrou Guirassy, der Ausgleich gelang den Gästen jedoch nicht mehr. Abwehrspieler Waldemar Anton übte nach Spielende ebenfalls deutliche Kritik an der mangelnden Intensität des Auftritts.
Weichenstellung vor dichtem Spielplan
Die Niederlage in Norwegen fällt in eine Phase mit hoher terminlicher Taktung für den Verein. Die Reise nach Skandinavien ist Teil einer Sequenz von drei Auswärtsspielen in Serie, die insgesamt rund 11.000 Reisekilometer umfasst. Bereits am kommenden Samstag tritt Dortmund in der Bundesliga beim 1. FC Union Berlin an, bevor am Dienstag die nächste internationale Auswärtspartie beim Sabah FK in Aserbaidschan auf dem Programm steht.
Unmittelbar vor dem Spiel in Norwegen hatte der Verein noch für personelle Kontinuität an der Seitenlinie gesorgt. Am Dienstag gaben die Verantwortlichen die vorzeitige Verlängerung des Vertrags mit Cheftrainer Niko Kovač bis zum 30. Juni 2029 bekannt.
Sport-Geschäftsführer Lars Ricken begründete den Schritt mit der erfolgreichen Stabilisierung des Teams seit Kovačs Amtsantritt im Februar 2025. Gemeinsam mit Kovač bleiben auch dessen Co-Trainer Robert Kovač und Filip Tapalović langfristig an den Verein gebunden.
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