Ein 2:0 zum Saisonstart, doch die Freude währte nur wenige Stunden. Borussia Dortmund gewann gegen den Hamburger SV, verlor dabei aber möglicherweise mehr als drei Punkte wert sind.
Serhou Guirassy und Neuzugang Giannis Konstantelias trafen für die Dortmunder, die vor allem in der ersten Halbzeit klar dominierten. Konstantelias, für kolportierte 26 Millionen Euro von PAOK Saloniki verpflichtet, erzielte kurz vor der Pause das 2:0 und zeigte in seinem Debüt sofort, welche Qualität er ins Offensivspiel bringt. Genau das macht die Nachricht vom Sonntagabend so bitter für den Klub.
Kreuzbandriss bestätigt
Was nach dem Spiel zunächst als Befürchtung galt, wurde inzwischen bestätigt: Konstantelias erlitt im linken Knie einen Kreuzbandriss. Der Grieche wird mehrere Monate ausfallen. Trainer Niko Kovac hatte bereits direkt nach der Partie gewarnt, der Sieg könne „sehr teuer“ bezahlt worden sein — die Diagnose gab ihm recht.
Für den BVB ist das nicht nur sportlich ein Rückschlag. Konstantelias und der ebenfalls neu verpflichtete Konstantinos Karetsas hatten im ersten Ligaspiel gezeigt, wie sehr sie das Angriffsspiel beleben können — an fast jedem Dortmunder Vorstoß war einer der beiden beteiligt. Der lange Ausfall trifft den Kader also an einer Stelle, die gerade erst gestärkt werden sollte.
Transfermarkt bleibt Thema
Sportchef Lars Ricken und Kovac deuteten an, über kurzfristige Reaktionen auf dem Transfermarkt nachzudenken. Konkrete Pläne gibt es bislang nicht — mit Blick auf das Ende der Transferperiode am Dienstag betonte Ricken lediglich, man habe sich „die nächsten drei Tage nichts vorgenommen“.
Im Umfeld kursieren Spekulationen über eine mögliche Rückkehr von Jadon Sancho, der nach wenig erfolgreichen Stationen bei Manchester United, Chelsea und Aston Villa ablösefrei zu haben wäre.
Zusätzlich fehlt dem Kader vorerst auch Samuele Inácio, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung wegen eines groben Fouls die Rote Karte sah. Der 18-Jährige zeigte sich nach dem Platzverweis sichtlich aufgewühlt, Kapitän Waldemar Anton und Kovac stellten sich öffentlich hinter ihn.
Sportlich geht es für Dortmund bereits an diesem Dienstag weiter, mit dem Pokalauftritt bei Fünftligist HEBC Hamburg. Ob und wie der Klub personell noch reagiert, dürfte sich in den verbleibenden Stunden bis zum Ende der Transferperiode entscheiden.
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