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Symbolbild, KI-generiert

Volkswagen Aktie: Zitterpartie befürchtet?

Nach einem Gewinnrückgang um 44 Prozent weitet Volkswagen sein Sparprogramm massiv aus. Der Abbau von 50.000 Stellen soll die operative Marge bis 2026 wieder auf über 4 Prozent steigern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Konzerngewinn 2025 um 44 Prozent eingebrochen
  • Operative Marge soll auf 4 bis 5,5 Prozent steigen
  • Marktstart von über 20 neuen Modellen geplant
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn fast 20 Prozent

Nach dem stärksten Gewinneinbruch seit der Dieselskandal-Krise zieht Volkswagen die Zügel spürbar an. Während Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch für eine dritte Amtszeit nominiert wurde, weitet der Autobauer sein Sparprogramm massiv aus. Bis 2030 fallen konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland weg, um die schwächelnde Profitabilität wiederzubeleben.

Historischer Gewinneinbruch zwingt zum Handeln

Die drastischen Einschnitte sind eine direkte Reaktion auf die schwache Bilanz des vergangenen Jahres. Das Konzernergebnis nach Steuern sank 2025 um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Besonders alarmierend entwickelte sich die operative Gewinnmarge, die auf 2,8 Prozent abrutschte. Verantwortlich für den Rückgang waren anhaltende Schwächen im wichtigen chinesischen Markt sowie belastende US-Zölle. Selbst die einstige Ertragsperle Porsche verzeichnete einen operativen Gewinneinbruch auf lediglich 90 Millionen Euro.

Ausweitung des Stellenabbaus

Um gegenzusteuern, verschärft Konzernchef Oliver Blume den Sparkurs. Ursprünglich waren 35.000 gestrichene Stellen bei der Kernmarke VW vereinbart. Nun trifft der Abbau von insgesamt 50.000 Arbeitsplätzen auch Audi, Porsche und die Softwaretochter Cariad. Diese harte Konsolidierung soll die operative Gewinnmarge im laufenden Jahr 2026 wieder auf 4,0 bis 5,5 Prozent hieven.

Am Aktienmarkt spiegelt sich die angespannte Lage deutlich wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits knapp 20 Prozent an Wert verloren und ging am Freitag bei 85,34 Euro aus dem Handel. Ein kleiner Lichtblick für Investoren bleibt die geplante Dividende von 5,26 Euro je Vorzugsaktie, die trotz einer Kürzung die Markterwartungen übertrifft.

Modelloffensive soll Wende bringen

Parallel zu den Einsparungen versucht Volkswagen, über das Produktportfolio neues Momentum zu generieren. Im laufenden Jahr plant der Konzern den Marktstart von mehr als 20 neuen oder überarbeiteten Modellen mit einem klaren Fokus auf Kleinwagen. Auffällig ist dabei die strategische Abkehr von rein numerischen Bezeichnungen bei Elektroautos. Zukünftige Stromer werden etablierte Namen tragen, beginnend mit dem ID.Polo in diesem Frühjahr und dem ID.Tiguan im weiteren Jahresverlauf. Ein Anstieg der weltweiten E-Auto-Auslieferungen um 55 Prozent im vergangenen Jahr liefert hierfür eine solide Basis.

Ob die Kombination aus strikter Kostenkontrolle und neuen Elektromodellen die gewünschte finanzielle Erholung einleitet, wird sich zeitnah an den operativen Kennzahlen ablesen lassen. Am 30. April 2026 gewährt Volkswagen mit der Veröffentlichung der Bilanz für das erste Quartal den nächsten konkreten Einblick in die aktuelle Geschäftsentwicklung.

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