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Vinci Aktie: Delisting-Angebot für All for One

Nach dem Übernahmevollzug will VINCI Energies die verbliebenen All-for-One-Aktionäre abfinden und den Börsenrückzug einleiten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Barangebot von 67,50 Euro je Aktie
  • Bieterin hält rund 87,33 Prozent
  • BaFin muss Angebotsunterlage noch gestatten
  • Einbindung in Axians-Netzwerk vorgesehen

Vinci zieht bei seiner jüngsten Deutschland-Übernahme die nächste Stufe. Die Konzerntochter VINCI Energies will die Aktionäre von All for One vollständig herauskaufen und das SAP-Dienstleistungshaus von der Börse nehmen. Der Schritt folgt unmittelbar auf den Vollzug des Übernahmeangebots.

67,50 Euro je Aktie in bar

Die Bieterin, eine hundertprozentige indirekte Vinci-Tochter, bietet den verbliebenen Aktionären 67,50 Euro je All-for-One-Aktie in bar. Das Delisting-Angebot steht unter keinen Bedingungen. Die Angebotsunterlage soll nach Gestattung durch die BaFin veröffentlicht werden.

Beide Seiten haben dazu heute eine Delisting-Vereinbarung unterzeichnet. Darin verpflichtet sich All for One, den Widerruf der Zulassung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu beantragen. Wirksam würde er frühestens mit Ablauf der Annahmefrist.

Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen das Vorhaben. Sie beabsichtigen, den Aktionären die Annahme zu empfehlen, vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage.

Streubesitz auf rund 13 Prozent geschrumpft

Der Hintergrund ist die veränderte Aktionärsstruktur. Das vorangegangene Übernahmeangebot wurde am 13. Oktober vollzogen, seither hält die Bieterin rund 87,33 Prozent der Aktien. Der Streubesitz liegt damit nur noch bei etwa 12,67 Prozent.

Die Folge: geringe Liquidität und niedrige Handelsvolumina. Nach Einschätzung der Gesellschaft steht der administrative und regulatorische Aufwand der Börsennotierung nicht mehr in angemessenem Verhältnis zum Nutzen. Das Delisting soll Komplexität und laufende Kosten senken.

Integration in das Axians-Netzwerk

Strategisch geht es um den Ausbau des IT-Geschäfts von VINCI Energies. All for One soll in das Netzwerk von Axians eingebunden werden, der Marke des Konzerns für Informations- und Kommunikationstechnologie. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 504 Millionen Euro und betreut über 4.500 Kunden, überwiegend in Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz.

All-for-One-Chef Michael Zitz spricht von einem „Startschuss“ für den gemeinsamen Weg. Ziel sei es, zum führenden Partner für End-to-End-Transformationen in Europa zu werden.

Der nächste konkrete Schritt ist die BaFin-Gestattung der Angebotsunterlage. Danach beginnt die Annahmefrist, und erst an deren Ende kann das Delisting wirksam werden.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.