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Symbolbild, KI-generiert

S&P 500: Rekordnähe trotz 5,3-Prozent-Rendite

Geringere Zinserwartungen stützen Aktien, während die zehnjährige US-Rendite auf 5,315 Prozent klettert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • S&P 500 rund 0,4 Prozent höher
  • Zinsanhebungswahrscheinlichkeit fällt auf 21,6 Prozent
  • Zehnjährige Rendite steigt auf 5,315 Prozent
  • Broker- und Ölservice-Aktien legen 3,3 Prozent zu

Wall Street startet mit zwei Gesichtern in die Woche. Der Nasdaq markiert ein neues Rekordhoch, der Dow Jones rutscht ins Minus. Der S&P 500 liegt dazwischen und notiert zuletzt rund 0,4 Prozent im Plus bei 7.757 Punkten, knapp unter seinem Tageshoch.

Zinssorgen lassen nach, Renditen nicht

Auslöser der Kauflaune sind die Daten der Vorwoche. Die Verbraucherpreise legten im August schwächer zu als erwartet, der Arbeitsmarktbericht für September fiel deutlich schwächer aus als prognostiziert. Die Folge: Die am Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung im Oktober sank auf 21,6 Prozent, nach 70,9 Prozent vor einer Woche.

Die Anleiherenditen laufen allerdings in die Gegenrichtung. Die zehnjährige Rendite steigt um knapp vier Basispunkte auf 5,315 Prozent. Marktanalystin Daniela Hathorn von Capital.com sieht dahinter mehr als Geldpolitik: hohe Realzinsen, hohe Staatsverschuldung und der Wettbewerb um Kapital verlangten eine höhere Laufzeitprämie.

Für Aktien entstehe so eine ungewöhnliche Lage. Wachstumswerte steigen, weil die Zinserwartungen sinken, während der risikolose Zins als Bewertungsmaßstab extrem hoch bleibt.

Breite Streuung unter den Branchen

Die Branchenbilder fallen kräftig auseinander. Broker-Aktien sprangen gemessen am NYSE Arca Broker/Dealer Index um 3,3 Prozent nach oben. Ölservice-Titel gewannen ebenfalls 3,3 Prozent, obwohl der Rohölpreis nachgab. Auch Software- und Ölproduzenten legen zu, Transportwerte geben nach.

Im Dow belasten deutliche Verluste bei Merck, Nike und Salesforce. Das erklärt, warum der Leitindex mit 51.100 Punkten leicht im Minus liegt, während der marktbreitere Index steigt.

Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor sank im September auf 54,9 Punkte, nach 55,4 im August. Ökonomen hatten 55,0 erwartet. Ein Wert über 50 signalisiert weiter Wachstum, die Konjunktur kühlt also nur leicht ab.

In Europa belasten Sorgen um die Staatsfinanzen einiger Eurozonen-Länder die Stimmung. Der Euro fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Der DAX notiert 0,2 Prozent im Plus, der französische CAC 40 verliert 0,8 Prozent.

Am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank das Protokoll ihrer jüngsten Zinssitzung. Es könnte zeigen, wie ernst die Währungshüter eine Anhebung noch nehmen. Bleiben die Renditen über 5 Prozent, steht die Bewertungsfrage für den Index weiter im Raum.

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Diskussion zu S&P 500

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.