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Symbolbild, KI-generiert

Silber Preis: Dollar-Schwäche rettet Silber?

Ein schwächerer Dollar stützte Silber im asiatischen Handel; das für 2026 erwartete Angebotsdefizit beträgt 46,3 Millionen Unzen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Silber legte im Asienhandel wieder zu
  • US-Inflation schürte Sorgen vor Zinsschritten
  • Für 2026 wird Angebotslücke erwartet
  • Jahresverlust des Silberpreises beträgt 19 Prozent

Nach den deutlichen Abgaben der vergangenen Woche hat der Silberpreis im asiatischen Handel am heutigen Montag wieder Boden gutgemacht. Medienberichten zufolge sorgten ein nachgebender US-Dollar und leicht nachlassende Zinssorgen für eine vorübergehende Entspannung. Am Freitag war die Notierung an der COMEX mit einem moderaten Abschlag bei 57,13 US-Dollar je Feinunze ins Wochenende gegangen.

Teuerungsschub drückte auf Jahrestief

Auslöser der vorangegangenen Verkaufswelle waren überraschend feste Inflationsdaten aus den USA. Das US Bureau of Labor Statistics hatte am 14. Oktober gemeldet, dass der US-Verbraucherpreisindex im September saisonbereinigt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 3,7 Prozent im Jahresvergleich gestiegen war. Die Kernrate zog im Monatsvergleich um 0,3 Prozent und zum Vorjahr um 2,6 Prozent an.

Die Zahlen weckten an den Terminmärkten umgehend Befürchtungen hinsichtlich weiterer Zinsschritte der US-Notenbank Federal Reserve. In der Folge geriet Silber massiv unter Druck. Am 14. Oktober war der Settlementpreis für den COMEX-Kontrakt zur Lieferung im Oktober auf 55,55 US-Dollar gefallen – den tiefsten Tagesschluss dieses Jahres in der entsprechenden Datenreihe. Am Freitag beendete der Kontrakt den Handel bei 56,995 US-Dollar.

Strukturelles Defizit federt Verluste ab

Auf der fundamentalen Seite trifft die zinsgetriebene Volatilität auf eine unverändert angespannte Angebotssituation. Das Brancheninstitut Silver Institute hatte gemeinsam mit Metals Focus im diesjährigen World Silver Survey 2026 für das laufende Jahr ein globales Angebotsdefizit von 46,3 Millionen Unzen prognostiziert, verglichen mit 40,3 Millionen Unzen im Jahr 2025. Ein solches Defizit markiert das sechste Jahr mit einer Unterdeckung in Folge.

Während dieses Ungleichgewicht den Markt langfristig stützt, dominierten zuletzt eindeutig die makroökonomischen Zinserwartungen das Geschehen. Seit dem Jahresanfang verzeichnet Silber einen Rückgang von 19 Prozent.

Notenbanksitzung rückt in den Fokus

In den kommenden Tagen dürften Anleger ihr Augenmerk vor allem auf die Ausrichtung der US-Geldpolitik richten. Die nächste Zinsentscheidung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve steht am Mittwoch, 28. Oktober, auf der Agenda.

Bis dahin bleibt das Marktumfeld anfällig für Währungsschwankungen und Zinsfantasien. Neue Zahlen zur Teuerungsentwicklung in den USA folgen am 10. November, wenn das Arbeitsministerium den Verbraucherpreisindex für Oktober vorlegt.

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