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Symbolbild, KI-generiert

ServiceNow Aktie: Reicht die KI-Nutzung?

Beide Analysehäuser bekräftigen ihre positiven Empfehlungen; die Quartalszahlen sollen den wirtschaftlichen Nutzen der KI-Angebote zeigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Piper Sandler erhöht Ziel auf 175 US-Dollar
  • StoneX setzt Kursziel auf 165 US-Dollar
  • Quartalszahlen sind für 28. Oktober geplant
  • KI-Erlöse und Margen bleiben zentrale Prüfpunkte

Piper Sandler und StoneX haben ihre positiven Empfehlungen für ServiceNow bestätigt. Die Zuversicht hat allerdings eine klare Bewährungsprobe: Vor den anstehenden Quartalszahlen rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob die zunehmende KI-Nutzung messbaren Kundennutzen und dauerhaftes Abonnementwachstum erzeugt. Höhere Kursziele sind damit ein Vertrauenssignal, aber noch kein Beleg für den wirtschaftlichen Erfolg der KI-Angebote.

Zwei höhere Ziele, unveränderte Empfehlungen

Piper Sandler erhöhte das Kursziel von 140 auf 175 US-Dollar und blieb bei „Overweight“. Damit hob das Analysehaus seine Bewertungsperspektive an, ohne die grundsätzliche Empfehlung zu verändern. Es handelt sich also um eine Kurszielerhöhung und nicht um eine Hochstufung.

Die Unterscheidung ist für Anleger wichtig. Die positive Einschätzung bestand bereits vor der jüngsten Anpassung. Entscheidend ist deshalb weniger das Empfehlungsetikett als die Frage, welche operativen Fortschritte das höhere Ziel rechtfertigen.

StoneX setzte das Kursziel von 130 auf 165 US-Dollar herauf und bestätigte die Kaufempfehlung. Analyst Yi Fun Lee richtet den Blick vor allem darauf, ob Kunden aus der KI-Nutzung einen nachweisbaren wirtschaftlichen Nutzen ziehen.

Beide Häuser sehen damit weiterhin Chancen. StoneX formuliert zugleich den Prüfstein für die nächste Unternehmensmeldung: Eine breitere Nutzung allein reicht nicht. Sie muss sich in einem tragfähigen Geschäft mit wiederkehrenden Erlösen niederschlagen.

Abonnements müssen den KI-Nutzen zeigen

Die nächste Gelegenheit zur Überprüfung bieten die für den 28. Oktober geplanten Quartalszahlen. ServiceNow meldete über die vergangenen zwölf Monate ein Umsatzwachstum von 22 %. Für Anleger wird daher wichtig, ob die KI-Angebote weiteres Wachstum stützen können.

KI-Funktionen werden bei ServiceNow über Abonnements monetarisiert. Als mögliche Premium-Angebote können sie bestehende Verträge erweitern. Damit liegt der wirtschaftliche Hebel nicht nur in der Nutzung der Funktionen, sondern auch in der Bereitschaft der Kunden, dafür zusätzlich zu zahlen.

Im Mittelpunkt stehen entsprechend das Abonnementwachstum, die Nutzung von Now Assist und die Nachfrage nach KI-gestützten Unternehmensabläufen. ServiceNow hatte seine Jahresprognose zuvor wegen des Abonnementwachstums und der KI-Adoption angehoben.

Das verschiebt den Maßstab für die Bewertung der nächsten Ergebnisse. Die Fortsetzung der KI-Nutzung wäre positiv. Aussagekräftiger wäre jedoch, wenn sich daraus dauerhaft höhere Kundenverpflichtungen und zusätzliche wiederkehrende Erlöse ergeben.

Wachstumsaussichten treffen auf Kostenrisiken

Den Chancen stehen konkrete Risiken gegenüber. Dazu zählen der Wettbewerb im Softwaregeschäft und mögliche Budgetverlagerungen zu eigenständigen KI-Angeboten. Auch schwankende Abschlusszeitpunkte können die Entwicklung einzelner Berichtsperioden beeinflussen.

Zugleich kann die Nutzung von Hyperscalern und KI die Bruttomarge verwässern. Mehr Nachfrage ist deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit einer besseren Ertragsqualität. Neben dem Wachstum verdienen die Kosten der Bereitstellung besondere Aufmerksamkeit.

Die Aktie gewann 2,5 %. Für die weitere Einordnung zählt aber die operative Bestätigung: Die angekündigten Zahlen müssen zeigen, wie belastbar das Zusammenspiel aus KI-Nutzung, Abonnementwachstum und Profitabilität ist. Genau daran entscheidet sich, ob die höheren Analystenziele mehr sind als ein Vorschuss auf künftige Erfolge.

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