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Symbolbild, KI-generiert

ServiceNow Aktie: Marktanalyse kompakt

ServiceNow meldet starkes operatives Wachstum, doch die Aktie notiert deutlich unter Analystenzielen. Die Spannung richtet sich auf die kommenden Quartalszahlen und die Integration der KI-Plattform Moveworks.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starke operative Zahlen mit 19,5% Umsatzwachstum
  • Aktienkurs liegt 40% unter dem Jahreshöchststand
  • BNP Paribas stuft auf 'Outperform' hoch
  • Nächste Quartalszahlen am 22. April entscheidend

ServiceNow lieferte im vierten Quartal 2025 solide Ergebnisse — und wird dafür an der Börse trotzdem abgestraft. Die Aktie notiert rund 40% unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 211,48 Dollar. Eine Hochstufung durch BNP Paribas Exane hat zuletzt für etwas Aufwind gesorgt, doch die eigentliche Spannung entlädt sich erst am 22. April.

Analyst dreht die Bewertung

Stefan Slowinski von BNP Paribas Exane stufte ServiceNow von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und erhöhte sein Kursziel von 120 auf 140 Dollar. Als Begründung nannte er die Stabilisierung im Kerngeschäft, wachsende Monetarisierung der KI-Funktionen und solide Margen. Zusätzlich verwies die Bank auf den erweiterten Vertrieb über Carahsoft in den USA und Kanada sowie die technische Integration der KI-Tools.

Die Aktie reagierte mit einem Plus von 1,6% auf 116,72 Dollar — dem dritten Gewinntag in Folge. Gemessen am Gesamtbild bleibt das jedoch ein kleiner Schritt: Der Kurs liegt noch immer weit unter dem Konsens-Kursziel der Analysten, das bei durchschnittlich 188,67 Dollar liegt. 41 von 42 Analysten empfehlen den Kauf der Aktie.

CEO-Aussagen sorgen für Gegenwind

Für Irritationen sorgte CEO Bill McDermott mit der öffentlichen Warnung, KI könnte die Arbeitslosenquote unter Hochschulabsolventen auf über 30% treiben. Investoren und Branchenbeobachter kritisierten die Aussagen, weil sie das Wachstumsnarrativ des Unternehmens konterkarieren — schließlich positioniert sich ServiceNow selbst als KI-Plattform für Unternehmen.

Fundamentaldaten vs. Kursentwicklung

Die operative Lage spricht eine andere Sprache als der Aktienkurs. Im vierten Quartal 2025 stiegen die Abonnementerlöse um 19,5% auf 3,47 Milliarden Dollar, der freie Cashflow legte um 34% auf 4,6 Milliarden Dollar zu. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 20% — bei einer operativen Marge von 32%.

Parallel dazu treibt ServiceNow die Produktentwicklung voran: Mit „Autonomous Workforce“ und dem neuen Dienst EmployeeWorks, der auf der im Dezember 2025 für 2,85 Milliarden Dollar übernommenen KI-Plattform Moveworks basiert, will das Unternehmen natürlichsprachliche Anfragen in vollständig automatisierte Unternehmensworkflows übersetzen. Im März 2026 kamen Partnerschaften mit Aiva Health, Cohesity und Prismforce hinzu.

Am 22. April legt ServiceNow seine nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die Moveworks-Integration erste messbare Beiträge zu Umsatz und Marge liefert — und ob die Lücke zwischen operativer Stärke und Börsenbewertung beginnt, sich zu schließen.

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