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Symbolbild, KI-generiert

ServiceNow Aktie: Institutionen greifen zu

Große Vermögensverwalter stocken ihre Positionen in der ServiceNow-Aktie trotz Kursrückgang massiv auf, gestützt durch solide Quartalszahlen und einen Branchentrend hin zu Agentic AI.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrere Investmenthäuser erhöhen Anteile um bis zu 2.474 %
  • Solides Quartalsergebnis übertrifft Analystenerwartungen
  • Aktienkurs notiert nahe dem 52-Wochen-Tief
  • Branchentrend zu Agentic AI als langfristiger Treiber

Während die ServiceNow-Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief notiert, häufen große Vermögensverwalter ihre Positionen massiv auf. Die jüngsten Pflichtmitteilungen vom 28. März 2026 zeigen ein ungewöhnlich konzentriertes Kaufmuster – und werfen die Frage auf, was diese Investoren sehen, das der aktuelle Kurs noch nicht widerspiegelt.

Aggressive Positionsaufstockungen

Die Zahlen sind bemerkenswert: Avity Investment Management erhöhte seine Beteiligung um 400,5 % auf rund 239.600 Aktien, was einem Wert von etwa 36,7 Millionen US-Dollar entspricht. Die Mather Group stockte ebenfalls um 401,1 % auf. Besonders auffällig ist Fairvoy Private Wealth, das seine Position um 2.474 % auf 19.025 Aktien ausbaute. Fort Washington Investment Advisors und Generali Investments CEE folgten mit Aufstockungen von 400 % beziehungsweise 782 %. Zusätzlich hat die norwegische Staatsfonds-Gesellschaft Norges Bank eine neue Position eröffnet.

Insgesamt halten institutionelle Investoren damit 87,18 % aller ausstehenden Aktien.

Solide Zahlen als Fundament

Das institutionelle Interesse kommt nicht ohne Grundlage. Im vierten Quartal erzielte ServiceNow einen Gewinn je Aktie von 0,92 US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 0,89 US-Dollar. Der Quartalsumsatz stieg um 20,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 3,57 Milliarden US-Dollar.

Auf der anderen Seite haben Insider in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von rund 1,7 Millionen US-Dollar verkauft – ein gemischtes Signal, das angesichts des institutionellen Kaufdrucks jedoch kaum ins Gewicht fällt.

Kursrückgang im Marktkontext

Die Aktie eröffnete am 28. März bei 99,58 US-Dollar und liegt damit knapp über dem 52-Wochen-Tief von 98,00 US-Dollar. Das Jahreshoch hatte noch bei 211,48 US-Dollar gelegen. Dieser Rückgang ist kein Einzelfall: Alle „Magnificent Seven“-Titel standen 2026 unter Druck, unter anderem durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten.

Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 59,7 spiegelt weiterhin hohe Wachstumserwartungen wider. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 192,61 US-Dollar – fast doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs. Das Konsensrating lautet „Moderate Buy“.

Strukturwandel als langfristiger Treiber

Hinter dem institutionellen Interesse steht auch ein branchenweiter Wandel: Die Softwarebranche verschiebt sich von reaktiven Sprachmodellen hin zu sogenannter „Agentic AI“ – Systemen, die eigenständig planen, Entscheidungen treffen und komplexe Abläufe über bestehende Unternehmensplattformen hinweg koordinieren. Für Anbieter von Enterprise-Software bedeutet das eine Verschiebung hin zu ergebnisorientierten Lösungen, die tief in ERP- und CRM-Systeme eingebettet sind.

Ob der aktuelle Kurs tatsächlich eine Kaufgelegenheit darstellt, werden die nächsten Quartalsergebnisse zeigen – die institutionellen Investoren haben ihre Antwort bereits gegeben.

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