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Symbolbild, KI-generiert

RWE Aktie: Rückkauf im Korrekturmodus

RWE setzt Aktienrückkäufe konsequent fort, während Analysten trotz kurzfristiger Belastungen weiteres Kurspotenzial und eine stabile Fundamentalbasis sehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückkauf von 361.000 eigenen Aktien in Korrekturphase
  • Deutsche Bank und DZ Bank bestätigen Kaufempfehlungen
  • 80% der Stromproduktion 2026 bereits preisgesichert
  • Dividende soll auf 1,32 Euro je Aktie steigen

Kurz nach dem Zehnjahreshoch folgte der Dämpfer. RWE hat Mitte März bei 58,52 Euro ein Niveau erreicht, das der Titel zuletzt vor einem Jahrzehnt gesehen hatte — seither korrigiert die Aktie spürbar. Dass der Konzern genau in dieser Phase sein Rückkaufprogramm konsequent fortsetzt, sendet ein klares Signal.

Zwischen dem 16. und 20. März erwarb RWE im Rahmen der dritten Tranche des laufenden Programms rund 361.000 eigene Aktien. Das Gesamtvolumen des Programms beläuft sich auf 1,5 Milliarden Euro und soll bis Mitte 2026 vollständig abgewickelt sein.

Analysten sehen Potenzial trotz kurzfristiger Belastungen

Die Kurskorrektur erklärt sich aus mehreren Faktoren. Schwächeres Handelsgeschäft im ersten Quartal lastet auf der Stimmung, hinzu kommen makroökonomische Unsicherheiten rund um die Energiemärkte. Dennoch bleibt die Analystengemeinde konstruktiv gestimmt.

Deutsche Bank Research bestätigte nach einer US-Roadshow die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 55 Euro. Analyst Olly Jeffery sieht Spielraum nach oben — getragen von der Rentabilität interner Investitionen, dem wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und günstigen Rohstoffpreisen. Schwächen im Handelsgeschäft dürften seiner Einschätzung nach durch andere Segmente kompensiert werden.

Noch optimistischer zeigt sich die DZ Bank: Analyst Werner Eisenmann hob das Kursziel am 19. März von 63 auf 65 Euro an und begründete dies mit der geringen Konkurrenz durch chinesische Anbieter im europäischen Onshore-Windmarkt bis 2030. Die Kaufempfehlung blieb bestehen.

Fundamentale Basis bleibt stabil

Abseits der kurzfristigen Kursdynamik stützen solide Fundamentaldaten das Bild. Rund 80 Prozent der erwarteten Stromproduktion für 2026 sind bereits preislich abgesichert — das begrenzt die Anfälligkeit gegenüber Rohstoffschwankungen erheblich. Für das laufende Jahr peilt RWE ein bereinigtes EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro an.

Langfristig ist der Wachstumspfad klar definiert: CEO Markus Krebber hat das Ziel ausgegeben, das bereinigte Ergebnis je Aktie von derzeit 2,48 Euro bis 2031 auf 4,40 Euro zu steigern — ein jährliches Plus von durchschnittlich 12 Prozent, unterlegt durch ein 35-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm.

Einkommensorientierte Anleger blicken unterdessen auf die Hauptversammlung im Mai, auf der eine Dividendenerhöhung auf 1,32 Euro je Aktie beschlossen werden soll — die neunte Ausschüttung in Folge ohne Kürzung. Zusammen mit dem laufenden Rückkaufprogramm unterstreicht RWE damit, dass die Kapitalrückführung an Aktionäre auch in unruhigen Marktphasen Priorität hat.

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