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Symbolbild, KI-generiert

RWE Aktie: Amprion-Finanzierung geglückt?

Zwei Anleihetranchen über jeweils 750 Millionen Euro sichern Amprions geplanten Finanzierungsbedarf am Kapitalmarkt für 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei grüne Anleihen platziert
  • Sechs und zehn Jahre Laufzeit
  • Amprions Kapitalbedarf für 2026 gedeckt
  • JPMorgan bestätigt „Overweight“-Einstufung

Der Essener Energiekonzern RWE profitiert von Fortschritten bei der Finanzierung seiner milliardenschweren Infrastrukturprojekte. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion, an dem RWE vorbehaltlich des Vollzugs einer Akquisition indirekt rund 58 Prozent hält, hat grüne Anleihen platziert.

Mit der erfolgreichen Emission ist der für das Gesamtjahr 2026 geplante Finanzierungsbedarf des Netzbetreibers über den Anleihemarkt vollständig gedeckt.

Die Transaktion teilt sich in zwei Tranchen zu jeweils 750 Millionen Euro auf. Das Papier mit einer Laufzeit von sechs Jahren ist mit einem jährlichen Kupon von 4,398 Prozent ausgestattet, während die zehnjährige Tranche eine Verzinsung von 4,838 Prozent aufweist.

Die Papiere werden im Euro MTF der Luxemburger Börse notiert und im Rahmen des 25 Milliarden Euro umfassenden Emissionsprogramms begeben. Ratingagenturen wie Moody’s mit der Note Baa2 und Fitch mit A- begleiten das Vorhaben.

Milliardeninvestitionen in das Stromnetz

Die vereinnahmten Mittel fließen zweckgebunden in den nachhaltigen Aus- und Umbau des Übertragungsnetzes. Amprion betreibt ein Leitungsnetz von rund 11.000 Kilometern und sichert die Stromversorgung für etwa 29 Millionen Menschen.

Bis Ende 2026 soll mit dem Projekt Ultranet der erste große Energiekorridor fertiggestellt werden, gefolgt von jährlich weiteren Trassen. Das Gesamtprogramm sieht den Bau von rund 3.700 Kilometern Onshore-Höchstspannungsleitungen sowie über 5.600 Kilometern Offshore-Infrastruktur vor.

Für den Netzausbau veranschlagt Amprion allein für 2026 Investitionen von rund 7 Milliarden Euro. Bis Ende 2030 summiert sich der geplante Kapitalbedarf auf etwa 42 Milliarden Euro. RWE selbst hat zugesagt, bis 2031 insgesamt 7 Milliarden Euro in die Beteiligung zu investieren, nachdem der Konzern vor über einem Monat seine Amprion-Beteiligung aufgestockt hatte.

Kurs ringt mit Widerstandszone

An der Börse reagierte der Energieversorger zurückhaltend auf die abgeschlossene Platzierung. Die RWE-Aktie gab heute um 0,8 Prozent nach und notiert bei 58,28 Euro. Damit bleibt das Papier in Sichtweite seines 52-Wochen-Hochs von 62,36 Euro, das Mitte September erreicht worden war.

Charttechnisch trifft der Titel im Bereich zwischen 60 und 62 Euro auf einen hartnäckigen Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Hürde könnte weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen, während die Marke von 55 Euro als zentrale Unterstützung gilt. Fundamental bleibt die US-Bank JPMorgan zuversichtlich für den DAX-Konzern: Die Analysten bestätigten ihre Einstufung mit „Overweight“ und beziffern das Kursziel auf 68,50 Euro.

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