Das Analysehaus SMC Research hat die Bewertung von Pyrum Innovations an die jüngsten operativen Verzögerungen angepasst. Am 29. September senkten die Analysten ihr Kursziel von 57,00 Euro auf 54,30 Euro, beließen die Einstufung jedoch auf „Speculative Buy“. Als wesentlichen Grund für diesen Schritt nannten sie den bestehenden Engpass bei der Pelletproduktion sowie die daraus resultierende Korrektur der Unternehmensziele.
Verzögerungen bremsen den Durchsatz
Der Auslöser für die Neubewertung liegt in den mechanischen Abläufen am Standort. Der verzögerte Hochlauf der Mahl- und Pelletieranlage begrenzt den Durchsatz derzeit auf bis zu 1.250 kg/h. Ursprünglich war ein Zielniveau von 1.650 kg/h vorgesehen gewesen.
Die verlangsamte Inbetriebnahme wirkt sich unmittelbar auf die Produktionsmengen und damit auf die Einnahmen aus. Für das Unternehmen bedeutet dies, dass geplante Kapazitäten erst zu einem späteren Zeitpunkt vollständig genutzt werden können.
Vor rund zwei Wochen passte Pyrum daher die Prognose an. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz von 4,2 bis 5,3 Millionen Euro. Zuvor war ein Wert von bis zu 9,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden.
Parallel dazu weitet sich der operative Verlust aus. Das Konzern-EBIT wird für 2026 nun auf rund −10,0 bis −12,5 Millionen Euro taxiert, nachdem die vorherige Bandbreite bei bis zu −10,5 Millionen Euro gelegen hatte.
Zwischenbilanz und finanzielle Reichweite
Die Belastungen spiegeln sich auch in den Zahlen für die ersten sechs Monate wider, die vor rund zwei Wochen vorgelegt wurden. Pyrum meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1.743 Tausend Euro, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 1.267 Tausend Euro entspricht.
Das Konzern-EBIT verharrte in den ersten sechs Monaten mit −6.297 Tausend Euro deutlich im negativen Bereich. Zum Stichtag am 30. Juni belief sich die verfügbare Liquidität auf 6.102 Tausend Euro.
Chartbild und nächster Berichtstermin
Am gestrigen Donnerstag schloss die Aktie bei 28,70 Euro. Damit notiert der Titel 7,4 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 26,72 Euro.
Für Anleger richtet sich das Augenmerk nun auf den weiteren operativen Fortschritt bei der Behebung der Engpässe. Die nächste detaillierte Bestandsaufnahme folgt am 20. November 2026 mit der Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum dritten Quartal.
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