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Symbolbild, KI-generiert

Pyrum Innovations Aktie: Förderengpass bremst Anlagenhochlauf

Pyrum Innovations steigert den Halbjahresumsatz, meldet jedoch höhere Verluste und senkt wegen technischer Engpässe die Prognosen für 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie legt 7,7 Prozent zu
  • Halbjahresumsatz steigt um 37,6 Prozent
  • Technischer Engpass begrenzt Anlagendurchsatz
  • Jahresziele für 2026 reduziert

Nach einem deutlichen Rückschlag am Vortag verzeichnet die Aktie von Pyrum Innovations heute eine spürbare Erholung. Das Papier kletterte um 7,7 % auf 28,00 Euro, nachdem es gestern noch bei 26,00 Euro aus dem Handel gegangen war. Marktteilnehmer verarbeiten die Vorlage des Halbjahresberichts sowie eine spürbare Anpassung der Gesamtjahresprognose.

Verzögerter Hochlauf bremst Halbjahreszahlen

Im ersten Halbjahr 2026 erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse von 1.743 Tausend Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1.267 Tausend Euro entspricht dies einem Anstieg um 37,6 %. Trotz dieses Zuwachses blieben die Erlöse hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Als wesentlicher Grund hierfür erweist sich der verzögerte Hochlauf der neuen Mahl- und Pelletieranlage.

Die operative Kostenbelastung schlägt sich derweil im Ergebnis nieder. Das Konzern-EBIT belief sich in den ersten sechs Monaten auf minus 6.297 Tausend Euro nach minus 3.942 Tausend Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich stand ein Konzernperiodenergebnis von minus 7.003 Tausend Euro. Zugleich verringerte sich die verfügbare Liquidität auf 6.102 Tausend Euro, verglichen mit 17.006 Tausend Euro zum Stichtag am 31. Dezember 2025.

Ursachen für die gesenkte Jahresprognose

Die operativen Hürden an der neuen Mahl- und Pelletieranlage führten gestern zu einer deutlichen Korrektur der Zielmarken für das laufende Geschäftsjahr. Unternehmensangaben zufolge erreicht die Anlage derzeit lediglich einen Durchsatz von bis zu 1.250 Kilogramm pro Stunde anstelle der projektierten 1.650 Kilogramm pro Stunde. Verantwortlich hierfür ist ein festgestellter Engpass bei der Materialförderung aus den Silos.

In der Konsequenz passte der Vorstand die Finanzziele an: Für die Gesamtleistung wird für 2026 nun eine Bandbreite von 11,0 bis 14,0 Millionen Euro avisiert, nachdem bislang 12,0 bis 18,0 Millionen Euro angepeilt worden waren.

Die Umsatzprognose reduzierte das Management von ehemals 6,5 bis 9,5 Millionen Euro auf nun 4,2 bis 5,3 Millionen Euro. Für das Konzern-EBIT stellt das Unternehmen nunmehr einen Fehlbetrag zwischen minus 10,0 und minus 12,5 Millionen Euro in Aussicht, nach zuvor minus 8,0 bis minus 10,5 Millionen Euro.

Operative Kooperationen bieten strategischen Rückhalt

Trotz der aktuellen Anlaufschwierigkeiten treibt das Unternehmen seine Projekte voran. Vor über einem Monat unterzeichnete Pyrum langfristige Liefer- und Abnahmevereinbarungen mit dem Reifenhersteller Pirelli im Rahmen der europäischen Tyre-to-Tyre-Initiative. Zudem liegt für ThermoTireBlack aus der neuen Mahl- und Pelletieranlage seit dem 20. Mai eine Lieferfreigabe des Partners Continental vor.

Ebenfalls vor rund einem Monat gelang Pyrum der Abschluss des ersten Anlagenkaufvertrags für ein externes Werk im tschechischen Vresova mit dem Partner SUAS reTire s.r.o., für das sich das Gemeinschaftsunternehmen die Bankenfinanzierung sicherte. Die Behebung der technischen Förderengpässe an der bestehenden Anlage bleibt nun der entscheidende Faktor, um die operativen Kapazitäten voll auszuschöpfen.

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