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Symbolbild, KI-generiert

Prosus Aktie: Just Eat stoppt 55-Monats-Talfahrt

Just Eat Takeaway verzeichnet im September erstmals seit 55 Monaten wieder ein leichtes Bestellplus; S&P hebt Prosus’ Ausblick an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bestellungen im September um 0,1 Prozent gestiegen
  • Rückläufige Volumina nach 55 Monaten beendet
  • S&P setzt Prosus-Ausblick auf positiv
  • Prosus kauft Aktien für rund 79,84 Millionen Euro zurück

Die monatelange Durststrecke bei den Bestellzahlen im Portfolio der Beteiligungsgesellschaft Prosus ist vorerst durchbrochen. Prosus gab heute bekannt, dass die weltweiten Bestellungen bei der Beteiligung Just Eat Takeaway.com im September im Jahresvergleich um 0,1 Prozent zulegten. Damit stoppte das Lieferdienstunternehmen eine Serie von 55 aufeinanderfolgenden Monaten mit rückläufigen Volumina.

Das Unternehmen schränkte zugleich ein, dass die im Rahmen des aktuellen Updates vorgelegten Finanzinformationen noch nicht von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft wurden. Dennoch markiert die Stabilisierung der Nachfrage ein erstes operatives Lebenszeichen in einem Segment, das über Jahre hinweg unter spürbarer Konsumzurückhaltung und starkem Wettbewerbsdruck gelitten hatte.

Bonitätsausblick verbessert und Kapitalrückflüsse fortgesetzt

Die Erholung der Bestelldynamik fällt in eine Phase, in der auch externe Bonitätsprüfer die Finanzlage der Gruppe positiver beurteilen. Gestern hob die Ratingagentur S&P Global Ratings den Ausblick für Prosus von stabil auf positiv an. Zeitgleich bestätigte die Agentur die langfristigen und kurzfristigen Emittentenratings mit „BBB/A-2“ sowie das Rating für Verbindlichkeiten mit „BBB“.

Parallel dazu nutzt die Gesellschaft ihre Liquidität weiterhin für den Rückkauf eigener Papiere. Wie Prosus meldete, wurden in der Handelswoche zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober 2026 insgesamt 2.239.784 Aktien erworben. Das Transaktionsvolumen belief sich dabei auf rund 79,84 Millionen Euro.

Die kontinuierlichen Transaktionen unterstreichen das Bestreben des Managements, den Wert für die Anteilseigner durch eine Verringerung der im Umlauf befindlichen Papiere zu stützen. Investoren beobachten diese Maßnahmen aufmerksam, da sie die Disziplin der Kapitalallokation in einem unbeständigen Marktumfeld belegen.

Risikokapital fließt in Bildungsplattform

Auf der Investitionsseite bleibt der Konzern selektiv aktiv. Ende September führte Prosus Ventures gemeinsam mit dem Investor Accel eine Series-A-Finanzierungsrunde über 10 Millionen US-Dollar für das Startup Arivihan an. Das Unternehmen plant, die eingeworbenen Mittel für den weiteren Ausbau seiner auf künstliche Intelligenz gestützten Nachhilfeplattform einzusetzen.

An den Märkten sorgten die Nachrichten für eine verhaltene Reaktion. Im heutigen Handel notiert die Prosus-Aktie bei 35,30 Euro. Damit liegt der Titel nur rund 2,6 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 34,41 Euro, das am 2. Oktober markiert worden war. Die Anleger honorieren die leichten operativen Fortschritte und die verbesserte Ratingeinschätzung bislang zurückhaltend.

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