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Symbolbild, KI-generiert

Prosus: 96 Millionen Tencent-Aktien für Rückkäufe

Prosus verschiebt 96 Millionen Tencent-Aktien, um Rückkäufe zu finanzieren, während das Unternehmen zugleich europäische KI-Startups stärker ins Visier nimmt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 96 Millionen Tencent-Aktien übertragen
  • Prosus finanziert eigene Aktienrückkäufe
  • Aktie nahe dem 52-Wochen-Tief
  • Mehr Investitionen in europäische KI-Startups

Prosus, die Tochtergesellschaft der südafrikanischen Naspers Limited, hat Vorbereitungen für eine weitere Reduzierung ihrer Beteiligung am chinesischen Technologieriesen Tencent getroffen.

Medienberichten zufolge wurden 96 Millionen Aktien in das zentrale Abrechnungssystem in Hongkong übertragen. Dieser Schritt entspricht einem Anteil von rund einem Prozent an Tencent und dient dazu, Liquidität für die fortlaufenden eigenen Aktienrückkäufe von Prosus zu generieren.

Zum Ende des Jahres 2023 hielt das Unternehmen über Naspers noch rund 2,367 Milliarden Anteile an Tencent, was einer Beteiligung von etwa 24,96 Prozent entsprach. Dieser Wert war bereits im Vergleich zum Vorjahr gesunken, als die Beteiligung Ende 2022 noch bei 26,93 Prozent lag. Die Strategie, durch den schrittweisen Verkauf von Tencent-Papieren das eigene Rückkaufprogramm zu stützen, wird damit konsequent fortgesetzt.

Finanzierung der Aktienrückkäufe durch Desinvestitionen

Das seit Juni 2022 laufende Programm zum Rückkauf eigener Anteile aus dem Streubesitz verzeichnete in der vergangenen Woche erneut signifikante Umsätze. Zwischen dem 31. August und dem 4. September erwarb Prosus insgesamt 1.709.990 eigene Aktien. Der Durchschnittspreis für diese Transaktionen lag bei 37,3952 Euro pro Stück, was einem wöchentlichen Gesamtvolumen von rund 63,9 Millionen Euro entspricht.

Diese Rückkäufe sind Teil einer breiter angelegten Kapitalstrategie, die vor rund einem Monat angekündigt wurde. Seither hat der Aktienkurs jedoch um etwa 8,5 Prozent nachgegeben. Mit einem aktuellen Kurs von 35,60 Euro notiert das Papier nur noch knapp 0,8 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief, das am heutigen Donnerstag markiert wurde. Seit Beginn des laufenden Jahres hat die Aktie bereits 33 Prozent an Wert verloren.

Ausbau des Portfolios im Bereich Künstliche Intelligenz

Trotz der massiven Veräußerungen bei der Kernbeteiligung Tencent investiert Prosus an anderer Stelle gezielt in neue Wachstumsmärkte. Am heutigen Donnerstag wurde bekannt, dass das in Amsterdam gelistete Unternehmen seine Investitionen in europäische Startups aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen verstärkt. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf jungen Unternehmen in der Frühphase, um das Portfolio technologisch breiter aufzustellen.

Die Strategie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von der Wertentwicklung einzelner Großbeteiligungen zu verringern und gleichzeitig von der Dynamik im europäischen Technologiesektor zu profitieren.

Während die Erlöse aus den Tencent-Verkäufen primär für die Rückführung von Kapital an die eigenen Aktionäre genutzt werden, signalisieren die neuen Investitionen eine langfristige Ausrichtung auf innovative Kerntechnologien.

Die Kombination aus milliardenschweren Desinvestitionen bei Altbeteiligungen und gezielten Zukäufen im KI-Sektor kennzeichnet die aktuelle Neuausrichtung des Beteiligungsgiganten.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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