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Prosus: PayU dreht ins Plus mit 18 Millionen

Die Zahlungstochter PayU erzielt erstmals einen operativen Gewinn, während der Tech-Investor KI-Risiken adressiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • PayU erwirtschaftet 18 Mio. Dollar Gewinn
  • Umsatzplus von 13 Prozent beim Fintech-Arm
  • KI-Agenten als neues operatives Risiko
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief

Der Tech-Investor Prosus hat seinen Geschäftsbericht für das Fiskaljahr 2026 vorgelegt. Er enthält einen Meilenstein für die Zahlungstochter PayU – und eine formelle Risikowarnung zu Künstlicher Intelligenz.

PayU dreht ins Plus

Erstmals erwirtschaftete PayU einen operativen Gewinn: 18 Millionen Dollar. Im Vorjahr stand hier noch ein Verlust von 25 Millionen Dollar. Der Umsatz des Fintech-Arms stieg um 13 Prozent auf 781 Millionen Dollar.

Zahlungen legten um zehn Prozent auf 577 Millionen Dollar zu, das Kreditgeschäft sprang um 19 Prozent auf 204 Millionen Dollar. PayU verwaltet rund 682 Millionen Dollar an Vermögenswerten und ist in Indien mit etwa einem Viertel aller Online-Zahlungserlöse ein dominanter Spieler. Die indische Notenbank hat dem Unternehmen kürzlich die Lizenz als Zahlungsabwickler erteilt. Zudem stockte Prosus seine Beteiligung am Zahlungsdienstleister Mindgate auf 70,7 Prozent auf.

KI als Chance und Risiko

Prosus treibt eigene KI-Projekte voran: den No-Code-Assistenten ToqanClaw und den KI-Assistenten Zapia. Gleichzeitig stuft der Geschäftsbericht „agentische KI“ als operatives Risiko ein. Der Grund: Die Technologie verändert grundlegend, wie IT-Dienstleistungen angeboten werden.

Branchenberichten zufolge fallen die Preise für klassische IT-Services durch den KI-Einsatz um 20 bis 50 Prozent. Prosus stellt seine Portfoliounternehmen auf diese Veränderungen ein. Die Übergangsphase bringt jedoch neue Unsicherheiten für das langfristige Wachstum.

Aktie in der Nähe des Jahrestiefs

Die Aktie schloss am Freitag bei 37,31 Euro – ein Minus von 0,45 Prozent an einem Tag. Damit notiert der Titel nur 1,18 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 36,88 Euro, das Anfang Juli erreicht wurde.

Seit Jahresbeginn verlor die Aktie 31 Prozent. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 63,88 Euro aus dem November 2025 liegt der Kurs aktuell 41,6 Prozent tiefer. Der RSI von 41,3 zeigt: Die Aktie nähert sich dem überverkauften Bereich, hat ihn aber noch nicht erreicht. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 39,58 Euro, rund 5,7 Prozent über dem letzten Schlusskurs.

Die Operativ-Trends bei PayU sind positiv. Ob die aktuell niedrige Bewertung als Basis für eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte taugt, hängt davon ab, wie schnell Prosus die KI-Risiken in seinen Portfoliounternehmen in den Griff bekommt.

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Diskussion zu Prosus Registered (N)

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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