Der brasilianische Energiekonzern Petrobras setzt auf ein massives Flächenwachstum vor der heimatlichen Küste. Am Donnerstag sicherte sich das Staatsunternehmen in den Auktionsrunden der brasilianischen Erdölbehörde ANP insgesamt 21 neue Explorationsblöcke. Die Areale verteilen sich auf die Becken Campos, Santos sowie Ceará und erweitern das Explorationsportfolio des Konzerns um mehr als 18.000 Quadratkilometer.
Ausbau des Explorationsportfolios
Für den Zuschlag werden erhebliche finanzielle Mittel fällig. Das Unternehmen bezifferte die gesamten Unterzeichnungsboni in einer Pflichtmitteilung auf R$ 3.219.251.245,60. Dieser Betrag ist bis zum 30. Dezember 2026 an die Behörden zu entrichten. Mit dem Zuschlag stärkt der Konzern seine Ressourcenbasis in strategisch zentralen Förderregionen des Landes.
Tiefsee-Bohrungen vor der Küste Amapás
Neben den Neuerwerben im Auktionsverfahren verzeichnete der Konzern operative Fortschritte im Tiefseegeschäft. Bereits am 2. Oktober gab Petrobras den Nachweis eines neuen ölhaltigen Intervalls in der Bohrung Morpho bekannt. Der Fund liegt im Block FZA-M-59 vor der Küste des Bundesstaates Amapá in einer Wassertiefe von 2.886 Metern.
Die entsprechenden Laboranalysen zu diesem Fund dauern nach Unternehmensangaben noch an. Nach Angaben von CEO Magda Chambriard soll die laufende Bohrung am Standort Morpho bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Weitere Arbeiten rund um die Entdeckung könnten im ersten Halbjahr 2027 wieder aufgenommen werden.
Politischer Rückenwind und Börsenentwicklung
Flankiert werden die operativen Schritte von einer veränderten Stimmung an den Finanzmärkten infolge politischer Ereignisse. Am 5. Oktober verzeichneten brasilianische Dividendentitel deutliche Kursgewinne.
Damals landete Flávio Bolsonaro im ersten Durchgang der brasilianischen Präsidentschaftswahlen vor Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und übertraf damit die Erwartungen aus den Umfragen. Laut Reuters stieg die Notierung von Petrobras im Handel in São Paulo daraufhin um etwas mehr als 8 Prozent.
An den europäischen Handelsplätzen schloss das Papier am Freitag bei 9,36 Euro. Damit notiert der Wert 1,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro. Die Kombination aus politischer Neubewertung und langfristiger Portfolioerweiterung prägte damit das Börsengeschehen der vergangenen Tage.
Stand heute, 11. Oktober: Petrobras – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Petrobras investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 11. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
