Bradesco BBI hat am Montag das Kursziel für die Petrobras-Vorzugsaktien von R$62 auf R$55 gesenkt. Medienberichten zufolge ließ das Analysehaus seine Empfehlung „Outperform“ und die operativen Schätzungen unverändert.
Höhere Renditeanforderung belastet die Bewertung
Das neue Kursziel gilt für Ende 2027. Als Begründung nannte Bradesco BBI eine höhere geforderte Dividendenrendite: Statt zuvor 8% setzt das Haus dafür 10% an.
Die Petrobras-Aktie fällt heute um 2,6%. Medienberichte hatten den Kursrückgang nach der Wiederwahl von Luiz Inácio Lula da Silva mit einem breiten Ausverkauf brasilianischer Anlagen verbunden. Anleger bewerteten dabei die politischen und fiskalischen Risiken neu. Auch andere brasilianische Energie- und Kraftstoffunternehmen gerieten nach der Wahl unter Druck.
Demnach hatte der Wahlausgang Investoren überrascht, die sich für einen Sieg von Flávio Bolsonaro positioniert hatten. Petrobras-Chefin Magda Chambriard bezeichnete den Kursrückgang nach der Wahl am Montag als spekulativ. Er spiegele nach ihrer Einschätzung nicht die fundamentale Lage des Unternehmens wider.
Produktion liefert operativen Kontext
Im dritten Quartal 2026 erreichte Petrobras nach Unternehmensangaben eine durchschnittliche Öl-, NGL- und Erdgasproduktion von 3,512 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Das entsprach einem Anstieg von 11,7% gegenüber dem Vorjahr.
Als Gründe nannte Petrobras eine höhere Produktionseffizienz und den Hochlauf der Förderplattformen P-78 und P-79 im Feld Búzios. Hinzu kamen die Spitzenproduktion der Plattform Alexandre de Gusmão im Feld Mero und geringere wartungsbedingte Produktionsverluste.
Den inländischen Absatz von Ölprodukten bezifferte Petrobras für das dritte Quartal 2026 auf 1.854 Tausend Barrel pro Tag. Die Finanzergebnisse will das Unternehmen am 10. November nach Börsenschluss veröffentlichen. Die Ergebnispräsentation per Internetübertragung ist für den 11. November vorgesehen.
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