Die Papiere von PayPal schlossen gestern mit einem Plus von 3,5 Prozent bei 48,50 Euro. Medienberichten zufolge profitierte der Titel dabei von einer spürbaren Erholung im Bereich Buy Now, Pay Later (BNPL). Während Konkurrenten wie Affirm und Klarna um rund 5 Prozent anzogen, folgte PayPal der Aufwärtsbewegung des Sektors mit etwas Abstand.
Die gemeinsame Bewegung der Branche rückt das Ratenkaufgeschäft wieder stärker in das Blickfeld der Anleger. Der gesamte Sektor verzeichnete zuletzt wieder anziehendes Interesse am Markt. Für PayPal gilt das Segment als wichtiges Element im digitalen Angebot, um die Bindung der weltweiten Nutzerschaft dauerhaft zu sichern.
Wachsende Bedeutung für das Weihnachtsgeschäft
Dass flexible Bezahlmodelle bei den Kunden gefragt sind, unterstreicht eine Umfrage von PayPal vom vergangenen Freitag. Demnach gaben 55 Prozent der befragten US-Verbraucher an, BNPL bereits genutzt zu haben oder dies in Erwägung zu ziehen. Drei Viertel aus dieser Gruppe beabsichtigen, den Dienst während der anstehenden Weihnachtseinkäufe einzusetzen.
Zudem erklärten 59 Prozent der Befragten, dass Ratenzahlungen ihnen dabei helfen, ihr persönliches Budget für die Feiertage zu strecken und besser zu kontrollieren. Vor allem mit Blick auf das saisonale Konsumklima liefert diese Tendenz wichtige Hinweise auf das Ausgabeverhalten der Verbraucher im anbrechenden Schlussquartal.
Neue Produktanreize und Quartalstermin
Neben dem Ratenkauf setzt der Konzern parallel auf zusätzliche Anreize bei seinen Bezahldiensten. Gestern kündigte die Tochter Venmo ein neues Belohnungsprogramm für Kreditkarten an. Kunden erhalten dabei künftig bis zu 4 Prozent Cashback in den Bereichen Gastronomie und Unterhaltung.
Der Bonus setzt sich aus automatischen 3 Prozent sowie einem zusätzlichen Prozentpunkt beim Teilen von Ausgaben in der App zusammen. Neukunden können sich diese Vorteile ab dem 15. Oktober sichern. Zur Kursstabilisierung trug zuletzt auch die Restrukturierung bei: Nach dem Personalabbau in Israel vor rund einem Monat gewann die Aktie seither 2,5 Prozent hinzu.
Die nächsten wesentlichen Impulse für die Bewertung dürften nun die anstehenden Geschäftszahlen liefern. Das Unternehmen wird die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 27. Oktober vor Börsenöffnung vorlegen. Marktteilnehmer erhalten damit detaillierten Einblick in das tatsächliche Transaktionsvolumen und den weiteren Jahresausblick.
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