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Symbolbild, KI-generiert

PayPal Aktie: Neue Strategie, alte Zweifel

PayPal erhöht seine Jahresziele für 2026 und setzt langfristig auf Wachstum außerhalb des klassischen Markencheckouts.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bereinigter Quartalsgewinn über Prognose
  • Umsatz bleibt hinter Markterwartungen zurück
  • PayPal hebt Ziele für 2026 an
  • UBS reduziert Kursziel auf 60 Dollar

PayPal hat im dritten Quartal beim Gewinn geliefert und beim Umsatz enttäuscht. Entscheidend ist nun, was der Konzern für die nächsten Jahre verspricht: ein Wachstumsmodell, das ohne die Rückkehr des klassischen Checkouts auskommen soll.

Gewinn über den Erwartungen, Umsatz darunter

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,45 Dollar. Das sind rund acht Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als die erwarteten 1,31 Dollar. Beim Umsatz reichte es mit 8,58 Milliarden Dollar dagegen nicht ganz, der Markt hatte mit 8,71 Milliarden gerechnet.

Das Transaktionsvolumen wuchs um etwa zwei Prozent, ohne Zinseffekte um drei Prozent. Solide, aber kein Tempo, das Begeisterung auslöst. Frühere Quartalsberichte fielen oft schwächer aus und schickten die Aktie auf Talfahrt, diesmal gilt die Qualität der Zahlen als robuster.

Mittelfristziele ohne Checkout-Comeback

PayPal hob die Jahresziele für 2026 an, darunter Transaktionsvolumen, Gewinn je Aktie und freien Cashflow. Hinzu kommen neue Langfristziele: ein Volumenwachstum im mittleren einstelligen Bereich und ein Gewinnwachstum im zweistelligen Bereich.

Der Weg dorthin setzt nicht auf eine Erholung des Markencheckouts. Stattdessen sollen Venmo, das Geschäft mit Zahlungsdienstleistern und Finanzdienste wie Ratenkauf, Debit- und Kreditprodukte sowie Händlerkredite stärker wachsen.

Für 2027 stellt das Management ein Gewinnwachstum auf dem Niveau von 2026 in Aussicht. Der Konzern investiert dafür mehr in Volumen und Betriebskosten. Größere Effekte erwartet er erst ab 2028.

Analysten bleiben zurückhaltend

UBS senkte das Kursziel leicht von 61 auf 60 Dollar und bleibt bei „Neutral“. Die Bank hatte für das Quartal sogar nur 1,29 Dollar Gewinn je Aktie erwartet, würdigt die Zahlen also positiv, sieht aber in der ausgewogenen Wachstumsstrategie offenbar keinen Anlass für mehr Optimismus.

Die Bewertung wirkt unterdessen niedrig: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei gut zehn. Der Markt preist damit erkennbar Skepsis ein, ob PayPal das Wachstum jenseits des Checkouts tatsächlich liefern kann. Der nächste Beleg dafür sind die Zahlen zum Schlussquartal, mit denen der Konzern zeigen muss, dass die angehobene Jahresprognose für 2026 trägt.

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Diskussion zu PayPal

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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