Oxford Lane Capital steht vor einem Wendepunkt. Der spezialisierte CLO-Investor hat nicht nur seine Dividende gekürzt, sondern auch einen umstrittenen Reverse Split angekündigt. Während einige Aktionäre die Maßnahmen als notwendige Kurskorrektur sehen, fragen sich andere: Verliert das Unternehmen hier gerade das Vertrauen der Anleger?
Finanzkennzahlen unter Druck
Die jüngsten Quartalszahlen bis Ende Juni 2025 zeigen ein gemischtes Bild:
- Der Nettoinventarwert (NAV) pro Aktie sank von 4,32 auf 4,12 US-Dollar
- GAAP-Nettoanlageertrag bei 0,16 US-Dollar pro Aktie (Core NII: 0,24 US-Dollar)
- Netto nicht realisierte Abschreibungen von 40,2 Millionen US-Dollar
- Trotzdem: Gesamtanlageerträge stiegen auf 124 Millionen US-Dollar
Besonders brisant: Die gewichtete durchschnittliche Cash-Dividendenrendite der CLO-Equity-Investments stieg zwar auf 21,6%, gleichzeitig sank jedoch die effektive Rendite auf 14,7%.
Strategische Weichenstellungen
Das Management reagiert mit drastischen Maßnahmen:
- Reverse Split 1:5 geplant, um den Aktienkurs künstlich zu erhöhen
- Monatliche Dividende wird von 0,09 auf 0,08 US-Dollar pro Aktie gekürzt
- Gleichzeitig wurden neue Aktien im Wert von 116,4 Millionen US-Dollar platziert
Parallel bleibt Oxford Lane Capital investitionsfreudig: 441,8 Millionen US-Dollar flossen in neue CLO-Positionen, während 120,7 Millionen US-Dollar durch Verkäufe realisiert wurden.
CLO-Markt zeigt sich robust
Der breitere US-CLO-Markt bietet eigentlich einen guten Nährboden:
- Kreditindex stieg im zweiten Quartal 2025
- Neues CLO-Volumen bei soliden 51 Milliarden US-Dollar
- Median der CLO-Equity-NAVs im Aufwärtstrend
Doch trotz dieses günstigen Umfelds kämpft Oxford Lane Capital mit sinkenden Bewertungen. Die entscheidende Frage bleibt: Schafft es das Management, mit seinen strategischen Entscheidungen das Ruder herumzureißen – oder droht hier ein weiterer Vertrauensverlust?
Stand heute, 3. Oktober: Oxford Lane Capital – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Oxford Lane Capital investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
