Analysten blicken mit Zuversicht auf die Geschäftsentwicklung von Microsoft im Unternehmensbereich. Die Kombination aus Cloud-Infrastruktur und Softwareanwendungen stärkt die Marktposition des Konzerns nachhaltig. An den Finanzmärkten behauptet sich der Titel auf hohem Niveau: Im heutigen Handel notiert die Aktie bei 472,70 Euro und liegt damit lediglich 1,1 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Wall Street setzt auf wachsende Auftragsbestände
Analyst Dan Ives stuft das Papier mit Buy und einem Kursziel von 615 US-Dollar ein. Nach seiner Einschätzung übersteigt der Bedarf an Enterprise-Lösungen weiterhin das verfügbare Angebot. Der weltweite Infrastrukturausbau für moderne Datenverarbeitung stehe erst am Anfang einer mehrjährigen Phase.
Als wesentlichen Treiber betrachtet Ives die vertraglich gesicherten Geschäfte. Die kommerziellen Auftragsbestände des Softwarekonzerns kletterten im Jahresvergleich um 84 Prozent auf 678 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu verzeichnete der Bereich rund um Azure und angeschlossene Cloud-Dienste einen Umsatzzuwachs von 43 Prozent.
Das Unternehmen begegnet dieser Entwicklung mit umfangreichen Sachinvestitionen in die eigene Rechenzentrumsinfrastruktur. Der wachsende Auftragsbestand bildet dabei ein stabiles Fundament für künftige Erträge und federt konjunkturelle Schwankungen im klassischen Softwaregeschäft ab.
Morgan Stanley hebt integrierte Architektur hervor
Auch bei Morgan Stanley fällt das Urteil positiv aus. Analyst Adam Wood bekräftigte die Einstufung mit Buy und setzt das Kursziel bei 600 US-Dollar an. Als Begründung führt er den eng verzahnten Technologieaufbau an, der unternehmenseigene Halbleiter wie Maia und Cobalt direkt mit den Plattformdiensten verknüpft.
Dieser Software- und Hardwareverbund soll die Kundenbindung festigen und die Auslastung der Rechenkapazitäten erhöhen. An der Wall Street überwiegen die Kaufempfehlungen für den Konzern derzeit deutlich, gestützt von der breiten Kundenbasis im Unternehmenssektor.
Umbau im Management stärkt Kommunikation
Neben dem operativen Geschäft ordnet Microsoft derzeit interne Zuständigkeiten neu. Nach einer Mitteilung von CEO Satya Nadella wandert die Kommunikationsabteilung aus dem Marketing in den Bereich für rechtliche und externe Angelegenheiten.
Die Leitung übernimmt Brad Smith in seiner Rolle als Präsident und Vice Chair des Konzerns. Bis zur endgültigen Nachfolge leitet Brent Colburn die Abteilung übergangsweise, da Frank Shaw das Unternehmen im späteren Jahresverlauf verlässt. Der Schritt bündelt die Außendarstellung künftig noch enger mit regulatorischen und strategischen Fragestellungen.
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