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Symbolbild, KI-generiert

Mercedes-Benz Aktie: China-Desaster!

Schwache Pkw-Auslieferungen und ein Rückgang in China belasten Mercedes-Benz; Elektroautos legten zu, konnten das Minus aber nicht ausgleichen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Weltweite Pkw-Auslieferungen sanken um acht Prozent
  • China-Verkäufe gingen um 31 Prozent zurück
  • Elektroauto-Auslieferungen stiegen um 61 Prozent
  • Abfindungsprogramm soll im Dezember anlaufen

Nach einem freundlichen Handelsstart drehte das Papier von Mercedes-Benz heute deutlich ins Minus und verliert 2,6 Prozent auf 39,48 Euro. Grund für den Umschwung sind die Absatzzahlen für das dritte Quartal 2026: Die weltweiten Pkw-Auslieferungen des Stuttgarter Konzerns sanken um 8 Prozent auf 407.200 Fahrzeuge. Vor allem das Geschäft in Fernost erwies sich dabei als schwere Bürde.

Absatzeinbruch auf dem chinesischen Markt

Im wichtigsten Einzelmarkt China brachen die Verkäufe im dritten Quartal 2026 um 31 Prozent auf 86.800 Einheiten ein. Dieser Rückgang verdeutlicht die anhaltenden Schwierigkeiten der europäischen Autobauer in der Region. Wie das Handelsblatt gestern berichtete, hat der Absatzeinbruch in China mittlerweile eine neue Dimension erreicht und gefährdet die Gewinnziele der großen deutschen Automobilhersteller.

Zusätzlichen Druck auf die Stimmung brachten zu Wochenbeginn skeptischere Töne aus der Finanzbranche. Die Analysten der US-Bank Citi senkten am Montag ihr Kursziel für Mercedes-Benz von 51 Euro auf 42 Euro und stuften die Aktie weiterhin mit „Neutral“ ein.

Als Grund verwies das Institut auf wachsende Ertragsrisiken für die europäischen Hersteller in der zweiten Jahreshälfte 2026. Mit den heutigen Kursverlusten notiert der Titel mit 39,48 Euro nur noch knapp über dem jüngst markierten 52-Wochen-Tief von 39,41 Euro.

Zuwachs bei Stromern und Gegenmaßnahmen

Ein Lichtblick innerhalb der Quartalsstatistik zeigte sich im Segment der batterieelektrischen Fahrzeuge. Die weltweiten Auslieferungen vollelektrischer Pkw legten im dritten Quartal 2026 um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu und erreichten 68.400 Einheiten. Den deutlichen Rückgang im Verbrennergeschäft vermochte dieses Wachstum im Berichtszeitraum jedoch nicht auszugleichen.

Parallel dazu treibt das Unternehmen Maßnahmen zur Kostenreduktion und Kurspflege voran. So kaufte Mercedes-Benz zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober 875.000 eigene Anteilsscheine zurück. Damit beläuft sich die Zahl der seit dem Start des Programms am 1. September erworbenen Papiere auf insgesamt 3.851.805 Aktien.

Zudem setzt der Konzern auf Restrukturierungen: Ein neu aufgelegtes freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland soll nach Unternehmensangaben voraussichtlich im Dezember anlaufen und indirekte Bereiche sowie Teile der Führungskräfte einbeziehen.

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