Am Mittwoch lädt McDonald’s in Chicago zum Investorentag – dem ersten seit fast drei Jahren. Der Termin kommt zu einer Zeit, in der die US-Kernmarke schwächelt: Das Umsatzwachstum in bestehenden Filialen lag zuletzt bei nur 0,8 Prozent, während die Besucherzahlen sanken.
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 18 Prozent verloren, der Börsenwert liegt bei etwa 175 Milliarden Dollar – während der S&P 500 im gleichen Zeitraum um 16 Prozent zulegte.
CEO Chris Kempczinski führt die Probleme auf Umsetzungsfehler zurück, nicht auf die Strategie selbst. Konkret meint er damit die uneinheitliche Einführung von Rabattaktionen: Nur rund zwei Drittel der US-Franchisenehmer setzten das jüngste „Unter-3-Dollar-Menü“ tatsächlich um.
Die Franchisenehmer-Frage
Genau hier liegt der Kern des Problems. Rabatte treiben zwar den Umsatz, drücken aber die Margen der Betreiber – besonders schmerzhaft bei hohen Rindfleischpreisen.
Citi-Analyst Jon Tower erwartet, dass McDonald’s am Investorentag klarmacht: Wer sich nicht an Preisempfehlungen hält, riskiert bei der nächsten Vertragsverlängerung Nachteile. Tower senkte sein Kursziel zugleich von 345 auf 310 Dollar und verwies auf Zweifel am Rückhalt der Franchisenehmer für die Gesamtstrategie.
Neben der Preispolitik dürfte die im Juni vorgestellte Wachstumsinitiative „McDonald’s > NEXT“ konkretisiert werden. Dazu zählen ein neues Restaurantdesign, hand-paniertes Hühnchen nach Vorbild von Chick-fil-A und Popeyes sowie ein ausgebautes Getränkeangebot – Themen, die Finanzchef Ian Borden im August bereits als zentral angekündigt hatte.
Höhere Investitionen, härterer Sparkurs
Die geplanten Restaurant-Umbauten dürften teuer werden. BMO-Analyst Andrew Strelzik rechnet mit zusätzlichen Investitionsausgaben von 600 bis 900 Millionen Dollar in den Jahren 2027 und 2028 gegenüber dem für 2026 geplanten Niveau.
Gleichzeitig will das Unternehmen an anderer Stelle sparen: Bernstein-Analyst Danilo Gargiulo geht davon aus, dass McDonald’s die Verwaltungskosten auf unter 2 Prozent des Systemumsatzes drücken will, nach zuvor angepeilten 2,2 Prozent.
Ergänzend dazu dürfte der Verkauf konzerneigener Filialen an Franchisenehmer vorangetrieben werden – ein Weg, um Betriebskosten und Investitionslasten aus der eigenen Bilanz zu verlagern.
Die eigentliche Herausforderung für das Management bleibt eine kommunikative: Franchisenehmer und Investoren an einen Tisch zu bringen, ohne dass die einen für die Profitabilität der anderen bluten. Wie viel Konkretes McDonald’s am Mittwoch zu Kosten, Zeitplänen und Umbauprogramm liefert, dürfte darüber entscheiden, ob die Skepsis an der Börse nachlässt.
McDonald's-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue McDonald's-Analyse vom 22. September liefert die Antwort:
Die neusten McDonald's-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für McDonald's-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
McDonald's: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
