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Symbolbild, KI-generiert

McDonald’s Aktie: Franchisenehmer als Zünglein an der Waage

McDonald's kämpft mit schwächerem US-Geschäft und sinkender Aktie. Investitionen, Sparziele und der Einfluss der Franchisenehmer stehen im Fokus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Umsatz wächst nur um 0,8 Prozent
  • Besucherzahlen in Kernmarkt rückläufig
  • Citi senkt Kursziel auf 310 Dollar
  • Umbauten sollen 600 bis 900 Millionen kosten

Am Mittwoch lädt McDonald’s in Chicago zum Investorentag – dem ersten seit fast drei Jahren. Der Termin kommt zu einer Zeit, in der die US-Kernmarke schwächelt: Das Umsatzwachstum in bestehenden Filialen lag zuletzt bei nur 0,8 Prozent, während die Besucherzahlen sanken.

Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 18 Prozent verloren, der Börsenwert liegt bei etwa 175 Milliarden Dollar – während der S&P 500 im gleichen Zeitraum um 16 Prozent zulegte.

CEO Chris Kempczinski führt die Probleme auf Umsetzungsfehler zurück, nicht auf die Strategie selbst. Konkret meint er damit die uneinheitliche Einführung von Rabattaktionen: Nur rund zwei Drittel der US-Franchisenehmer setzten das jüngste „Unter-3-Dollar-Menü“ tatsächlich um.

Die Franchisenehmer-Frage

Genau hier liegt der Kern des Problems. Rabatte treiben zwar den Umsatz, drücken aber die Margen der Betreiber – besonders schmerzhaft bei hohen Rindfleischpreisen.

Citi-Analyst Jon Tower erwartet, dass McDonald’s am Investorentag klarmacht: Wer sich nicht an Preisempfehlungen hält, riskiert bei der nächsten Vertragsverlängerung Nachteile. Tower senkte sein Kursziel zugleich von 345 auf 310 Dollar und verwies auf Zweifel am Rückhalt der Franchisenehmer für die Gesamtstrategie.

Neben der Preispolitik dürfte die im Juni vorgestellte Wachstumsinitiative „McDonald’s > NEXT“ konkretisiert werden. Dazu zählen ein neues Restaurantdesign, hand-paniertes Hühnchen nach Vorbild von Chick-fil-A und Popeyes sowie ein ausgebautes Getränkeangebot – Themen, die Finanzchef Ian Borden im August bereits als zentral angekündigt hatte.

Höhere Investitionen, härterer Sparkurs

Die geplanten Restaurant-Umbauten dürften teuer werden. BMO-Analyst Andrew Strelzik rechnet mit zusätzlichen Investitionsausgaben von 600 bis 900 Millionen Dollar in den Jahren 2027 und 2028 gegenüber dem für 2026 geplanten Niveau.

Gleichzeitig will das Unternehmen an anderer Stelle sparen: Bernstein-Analyst Danilo Gargiulo geht davon aus, dass McDonald’s die Verwaltungskosten auf unter 2 Prozent des Systemumsatzes drücken will, nach zuvor angepeilten 2,2 Prozent.

Ergänzend dazu dürfte der Verkauf konzerneigener Filialen an Franchisenehmer vorangetrieben werden – ein Weg, um Betriebskosten und Investitionslasten aus der eigenen Bilanz zu verlagern.

Die eigentliche Herausforderung für das Management bleibt eine kommunikative: Franchisenehmer und Investoren an einen Tisch zu bringen, ohne dass die einen für die Profitabilität der anderen bluten. Wie viel Konkretes McDonald’s am Mittwoch zu Kosten, Zeitplänen und Umbauprogramm liefert, dürfte darüber entscheiden, ob die Skepsis an der Börse nachlässt.

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Diskussion zu McDonald's

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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