Wachstum im Ausland, Schwäche im Heimatmarkt: McDonald’s legt für das dritte Quartal 2026 ein gemischtes Zahlenwerk vor. Die Anleger reagieren erleichtert, denn das Ergebnis je Aktie fiel besser aus als erwartet. Zugleich rückt die Dividendenhistorie des Konzerns in den Blick.
Auslandsgeschäft trägt, USA schwächeln
Der Konzernumsatz stieg um 1 Prozent auf gut 7,1 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um 11 Prozent auf 3,57 Dollar zu und übertraf die Markterwartung um fast 5 Prozent. Der Umsatz blieb dagegen knapp 2 Prozent unter der Konsensschätzung, wie ein RBC-Analyst in einer ersten Reaktion festhielt.
Im Heimatmarkt sank der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 0,2 Prozent. Das fiel weniger deutlich aus als befürchtet. Die Kunden gaben pro Mahlzeit etwas mehr aus, allerdings kamen weniger Besucher. Zu Jahresbeginn eingeführte Sparmenüs lockten nicht so viele Gäste an wie erhofft.
Besser lief es in Deutschland, Australien und Japan. In China und Frankreich entwickelte sich das Geschäft dagegen schwächer.
Kurswende in den USA geplant
McDonald’s will wieder stärker auf Kombimenüs setzen. Zudem kehren zuvor gestrichene Angebote in die App zurück. Ein wachsendes Getränkesortiment soll den Besuch attraktiver machen, im August kamen unter anderem Energydrinks von Red Bull hinzu.
Die Aktie stieg im frühen US-Handel um etwa vier Prozent. Im späteren Verlauf lag das Plus bei knapp 7 Prozent, der Kurs notierte bei rund 281 Dollar. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Minus von rund zehn Prozent zu Buche.
Dividendenserie als Stütze
Parallel dazu zeigt ein Screening der US-Large-Caps, wie belastbar die Ausschüttungspolitik ist. McDonald’s führt mit 51 Jahren in Folge steigender Dividenden die Liste der Streak-Leader an. Die Rendite liegt bei 2,9 Prozent, das jüngste Dividendenwachstum bei 9 Prozent.
Die Kehrseite: Mit einer Ausschüttungsquote von 59,5 Prozent hat der Konzern in dieser Gruppe den höchsten Wert. Das lässt weniger Spielraum für Erhöhungen in der Größenordnung der jüngsten Anhebung. Der nächste Ex-Dividenden-Termin ist der 1. Dezember 2026. Eine neue Erhöhung ist damit nicht angekündigt.
Ob die Gegenmaßnahmen in den USA greifen, zeigt sich erstmals mit den nächsten Quartalszahlen. Bis dahin stützen das Auslandsgeschäft und das über dem Konsens liegende Ergebnis je Aktie die Bewertung.
Stand heute, 4. November: McDonald's – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in McDonald's investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
