Die Fluggesellschaft Lufthansa stellt im Herbstbetrieb die Weichen für mehrere Anpassungen im Streckennetz und in der Flotte. Im Fokus stehen dabei die Wiederaufnahme wichtiger Verbindungen in den Nahen Osten sowie das bevorstehende Einsatzende eines traditionsreichen Flugzeugmusters auf der Langstrecke.
Rückkehr nach Dubai und Abschied vom Vierstrahler
Medienberichten zufolge plant der Konzern, die Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate schrittweise wieder aufzunehmen. Ab dem 25. Oktober soll demnach die Route von München nach Dubai wieder bedient werden, gefolgt von der Verbindung zwischen Frankfurt und Dubai ab dem 26. Oktober. Vorgesehen sind auf den beiden Strecken bis zu fünf wöchentliche Flüge.
Parallel dazu steht ein Wechsel bei den eingesetzten Flugzeugen bevor. Medienberichten zufolge soll der letzte kommerzielle Flug des Airbus A340-600 am 18. Oktober stattfinden. Der planmäßige Abschiedsflug unter der Flugnummer LH419 führt die vierstrahlige Maschine von Washington-Dulles nach Frankfurt.
Strategischer Umbau und Arbeitskampf bei der Tochter Swiss
Der schrittweise Rückzug älterer Langstreckenjets fügt sich in die umfassendere Ausrichtung der Airline ein. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, der Konzern wolle das wachsende Langstreckengeschäft künftig mit weniger Kurzstreckenkapazität füttern. Zubringerdienste auf der Kurzstrecke sollen stattdessen verstärkt an die Konzerngesellschaften Lufthansa City Airlines und Discover Airlines delegiert werden, um Kostenstrukturen zu optimieren.
Gleichzeitig belasten tarifäre Spannungen die Tochtergesellschaft Swiss. Mehr als 1.000 Mitglieder des Schweizer Pilotenverbands Aeropers unterzeichneten eine Protestnote an die Geschäftsleitung der Airline. Hintergrund ist der anhaltende Streit um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag. Die entsprechenden Tarifverhandlungen zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern laufen nach Angaben von Aeropers bereits seit April.
Kostendruck und Marktumfeld
Zusätzliche Herausforderungen zeichnen sich auf der Kostenseite ab. Das Analysehaus Bernstein Research stufte die Aktie mit „Market-Perform“ und einem Kursziel von 9 Euro ein. Die Experten verwiesen dabei auf bestehende Risiken für die Jahresziele und führten höhere Kerosinpreise als Belastung für die Ergebnisse des kommenden Jahres an.
Am Aktienmarkt spiegeln sich diese Belastungsfaktoren wider. Nach einem Schlusskurs von 7,59 Euro am Dienstag verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Minus von 9,8 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 10,27 Euro notiert die Aktie derzeit 26 Prozent entfernt.
Stand heute, 7. Oktober: Lufthansa – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Lufthansa investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
