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Symbolbild, KI-generiert

Intel Aktie: Worst Day seit August

Intels Aktie erlebt den stärksten Tagesverlust seit August 2024. Trotz solider Quartalszahlen schockiert eine schwache Prognose und Produktionsprobleme die Anleger.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Kursverlust von 17 Prozent an einem Tag
  • Quartalsgewinn übertrifft Erwartungen deutlich
  • Umsatz- und Gewinnausblick enttäuschen Analysten
  • Produktionsengpässe und KI-Rückstand belasten

Intel-Anleger erlebten am Freitag einen bitteren Tag: Die Aktie stürzte um 17 Prozent ab und verzeichnete damit den heftigsten Tagesverlust seit August 2024. Rund 45 Milliarden Dollar Börsenwert lösten sich in Luft auf. Der Grund: ein enttäuschender Ausblick, der alle Hoffnungen auf eine schnelle Trendwende zunichtemachte.

Zahlen gut, Ausblick verheerend

Dabei hätten die Quartalszahlen für sich genommen durchaus überzeugt. Intel meldete für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,15 Dollar – fast das Doppelte der erwarteten 0,08 Dollar. Der Umsatz erreichte 13,7 Milliarden Dollar, wenn auch vier Prozent unter Vorjahr.

Das Problem: Die Schwäche im PC-Chip-Geschäft kompensierte die Zuwächse im Datacenter- und KI-Bereich nicht ausreichend. Während Wettbewerber massiv vom KI-Boom profitieren, hinkt Intel weiter hinterher.

Prognose verschreckt Wall Street

Was die Anleger in Panik versetzte, war der Ausblick auf das laufende erste Quartal 2026:

  • Umsatzprognose: 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar (Mittelpunkt unter Analystenschätzungen von 12,5 Milliarden)
  • Gewinn: Bestenfalls ausgeglichen (Konsens lag bei 0,05 Dollar je Aktie)
  • Lieferengpässe: Intel kann die Nachfrage nach eigenen Produkten nicht vollständig bedienen
  • Produktionsqualität: Fertigungsausbeute bleibt hinter CEO-Zielen zurück

CEO Lip-Bu Tan räumte in der Analystenkonferenz ein, die volle Nachfrage nicht decken zu können. Für ein Unternehmen, das gerade erst seinen Turnaround propagiert hatte, ein herber Rückschlag.

Foundry-Geschäft bleibt Problemfall

Besonders das Auftragsfertiger-Geschäft enttäuscht weiter. Intel setzt große Hoffnungen auf die kommende 14A-Technologie, mit der neue Kunden gewonnen werden sollen. CFO David Zinsner stellte entsprechende Ankündigungen für die zweite Jahreshälfte 2026 in Aussicht.

Analysten von RBC Capital Markets dämpfen jedoch die Erwartungen: Nennenswerte Umsätze durch 14A-Kunden seien erst Ende 2028 realistisch. Jefferies-Experten äußerten grundsätzliche Zweifel am Intel-Plan – die KI-Strategie bleibe unklar, weitere Marktanteilverluste seien zu befürchten.

Bewertung gerät ins Wanken

Dabei hatte sich die Intel-Aktie im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Investitionen der US-Regierung, von SoftBank und Nvidia hatten die Hoffnung genährt, der angeschlagene Chip-Riese könne den Anschluss wiederfinden. Nach dem Kursrutsch auf 45,07 Dollar steht das Papier bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 90 – für Bank of America-Analyst Vivek Arya ein fragwürdiges Niveau angesichts der Herausforderungen.

Das Handelsvolumen schoss auf knapp 291 Millionen Aktien hoch, fast das Dreifache des üblichen Tagesvolumens. Die Marktkapitalisierung schrumpfte auf rund 225 Milliarden Dollar. Die Botschaft ist klar: Intels Weg zurück an die Spitze wird deutlich länger dauern als erhofft. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob das Unternehmen seine Produktionsprobleme in den Griff bekommt und im KI-Geschäft tatsächlich Boden gutmachen kann.

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