Intel hat am Freitag im Umfeld einer breiten Erholung der Halbleiterwerte zugelegt; die Aktie stieg um 8,5%. Medienberichten zufolge prägten die Gegenbewegung nach dem KI-bezogenen Ausverkauf des Vortages und stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten den Handel. Der Anstieg wurde dabei vor allem dem Branchenumfeld zugeschrieben, nicht einer neuen Unternehmensmeldung von Intel.
Quartalswachstum trifft auf schwächeren PC-Markt
Am 29. Oktober meldete Intel für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 16,5 Milliarden $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach das einem Wachstum von 21%. Nach Unternehmensangaben übertrafen Umsatz, Bruttomarge und Ergebnis je Aktie die eigene Prognose.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie erreichte 0,60 $. Im Rechenzentrumsgeschäft verzeichnete Intel nach eigenen Angaben das stärkste Umsatzwachstum seit 15 Jahren. Zugleich erwartete das Unternehmen, dass die Schwäche des PC-Marktes mindestens bis ins erste Halbjahr 2027 anhält.
Beim vor rund zwei Wochen vorgelegten Quartalsausblick stellte Intel für das vierte Quartal 2026 einen Umsatz zwischen 15,0 Milliarden $ und 16,0 Milliarden $ in Aussicht. Das verwässerte Ergebnis je Aktie soll nach dieser Prognose 0,10 $ erreichen.
Gespräche mit AMD und Fortschritt bei 14A
Abseits der Kursbewegung stehen mögliche Kooperationen im Blick. Wie am 1. November berichtet wurde, sprach Intel-Chef Lip-Bu Tan mit AMD-Chefin Lisa Su über eine mögliche Zusammenarbeit. Welchem Zweck das Projekt dienen könnte, legte Tan dabei nicht offen.
Medienberichten zufolge hat Intel außerdem die Version 0.9 seines Prozessdesign-Kits für das Fertigungsverfahren 14A verfügbar gemacht. Der Schritt gilt als Entwicklungsmeilenstein vor der geplanten Version 1.0. Deren Veröffentlichung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.
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