Die Aktie von Intel hat am Montag um 2,3 Prozent auf 103,60 Euro nachgegeben. Auslöser der Kursverluste waren Äußerungen von Elon Musk, der Gespräche zwischen dem Auftragsfertiger TSMC und seinem Halbleiterprojekt Terafab über eine mögliche Kooperation bestätigte.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters schürten diese Verhandlungen am Markt Verunsicherung über die künftige Rolle von Intel bei dem Projekt. Zusätzlichen Gegenwind spürte der Titel im Sog eines schwächeren Technologiesektors, da steigende Renditen von US-Staatsanleihen und anziehende Ölpreise die Notierungen belasteten.
Unsicherheit über Beteiligung an Halbleiterprojekt
Hintergrund der Verunsicherung sind die Pläne für den Aufbau von Halbleiterfabriken im US-Bundesstaat Texas. Das Terafab-Vorhaben soll künftig exklusiv die Musk-Unternehmen Tesla, SpaceX und xAI mit Chips versorgen. Medienberichten zufolge prüft TSMC Wege, sich am Betrieb der geplanten Fertigungsstätten zu beteiligen. Eine Vereinbarung gilt bislang jedoch nicht als abgeschlossen.
Da Intel im Vorfeld als Partner des Vorhabens genannt worden war, werfen die neu bestätigten Gespräche Fragen auf. Am Markt sorgte die Aussicht auf eine Einbindung des taiwanischen Konkurrenten für Zurückhaltung, da Art und Umfang von Intels künftigem Beitrag zunächst offenbleiben.
Bereits in den vergangenen Wochen hatten mehrere richtungsweisende Weichenstellungen für Bewegung gesorgt. So meldete das Unternehmen vor rund zwei Wochen Fortschritte bei der High-NA-EUV-Fertigung, während die Tochtergesellschaft Altera vor gut drei Wochen Unterlagen für einen Börsengang einreichte.
Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz
Parallel zu den Entwicklungen rund um externe Großprojekte treibt der Halbleiterhersteller eigene Initiativen voran. Am 28. September kündigte das Unternehmen eine Maßnahme rund um seine Arc-Grafiksparte an, um deren Akzeptanz und Verbreitung im Markt zu beschleunigen.
Wenige Tage zuvor, am 24. September, gab der Konzern die Zusammenarbeit mit Partnern beim Neuaufbau von Infrastrukturen für agentenbasierte Künstliche Intelligenz bekannt. Im Rahmen der Yunqi Conference hob Intel zudem Lösungen für agentenbasierte Systeme hervor, die auf eigenen Xeon-Prozessoren aufsetzen. Am 23. September schloss sich darüber hinaus AAC Technologies dem Flüssigkühlungsprogramm von Intel in China an.
Trotz des jüngsten Tagesverlusts von 2,3 Prozent notiert das Papier derzeit noch 17 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 124,58 Euro. Das Zusammenspiel aus den Verhandlungen um Terafab und dem Voranschreiten der eigenen KI-Strategie bildet dabei die Schwerpunkte der aktuellen Entwicklung.
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