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Banca Monte Dei Paschi Siena Aktie: Delfin sagt Intesa Aktien zu

Delfin will seine 17,6-Prozent-Beteiligung Intesa andienen; Morningstar DBRS verbessert zugleich die langfristigen Bonitätsnoten der Bank.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Delfin bietet 17,6 Prozent seiner Anteile an
  • Intesa erhöht Barzahlung auf 1,25 Euro je Aktie
  • Aktionärsversammlung entscheidet am 29. Oktober
  • Morningstar DBRS hebt langfristige Ratings an

Im Ringen um die Banca Monte dei Paschi di Siena hat sich ein entscheidender Machtwechsel abgezeichnet. Der italienische Großaktionär Delfin schlägt sich auf die Seite des Bieters Intesa Sanpaolo. Wie die Nachrichtenagentur Reuters gestern meldete, unterstützt Delfin das nachgebesserte Übernahmeangebot. Delfin sagte zu, seine gesamte Beteiligung von 17,6 Prozent an dem Traditionshaus anzudienen.

Damit verpflichtet sich der größte Einzelaktionär, sämtliche gehaltenen 534.676.825 MPS-Aktien in die Offerte einzubringen. Zugleich sagte Delfin zu, bei künftigen Aktionärsversammlungen im Einklang mit den Bedingungen von Intesa Sanpaolo abzustimmen.

Dieser Schulterschluss schwächt die Position des Managements der toskanischen Bank empfindlich. Die geplante Einbindung des Ankeraktionärs könnte die Entscheidung über die künftige Eigentümerstruktur vorzeitig prägen.

Erhöhte Barofferte erzwingt Richtungsentscheidung

Intesa Sanpaolo hatte den Druck zuvor spürbar erhöht. Das Institut hob die Barkomponente seiner Offerte für Monte dei Paschi von 1,00 Euro auf 1,25 Euro je Aktie an. Damit fließen zusätzliche 800 Millionen Euro in bar in das Angebot ein.

Die Offerte ist jedoch an eine strikte Voraussetzung geknüpft. Das Gebot erlischt, sollten die MPS-Aktionäre auf der Versammlung am 29. Oktober für bestimmte Alternativanträge stimmen.

Monte-Paschi-Chef Luigi Lovaglio hatte zuvor auf Gegenwehr gesetzt. Laut einem Bericht von Bloomberg zeigte sich Lovaglio zuversichtlich, dass die Anteilseigner den Wert der hauseigenen Zwillingsübernahmeangebote für die Banco BPM sowie die Banca Generali erkennen würden. Nach dem Schwenk des größten Anteilseigners steht diese Abwehrstrategie vor einer hohen Hürde.

Rating-Upgrade begleitet den Übernahmekampf

Rückenwind erhielt das Finanzinstitut unabhängig vom Bieterstreit bei seiner Bonitätseinstufung. Die Ratingagentur Morningstar DBRS hob die langfristige Emittenten- und Senior-Anleihebewertung am 1. Oktober von „BBB“ auf „BBB (high)“ an. Zugleich kletterte das langfristige Einlagenrating auf „A (low)“. Der Ausblick für alle Einstufungen lautet stabil.

An der Börse spiegelte sich die Zuspitzung des Übernahmekampfs in einer freundlichen Tendenz wider. Das Papier von Monte dei Paschi schloss gestern mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent bei 11,41 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Kursplus von 25 Prozent. Die entscheidende Weichenstellung für die Zukunft des Instituts fällt nun am 29. Oktober.

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