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Symbolbild, KI-generiert

Axa Aktie: Excess-and-Surplus-Offensive?

AXA XL gründet eine US-Versicherungseinheit, während AXA Insurance UK Geschäftsbereiche bündelt und 58 Stellen betroffen sind.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Axa-Aktie verliert 2,8 Prozent
  • Neue AXA-XL-Einheit in den USA gegründet
  • Haftpflichtgeschäft soll 2027 anlaufen
  • 58 Stellen von britischer Fusion betroffen

Steigende globale Anleiherenditen haben die europäischen Aktienmärkte zur Wochenmitte spürbar belastet. Auch die Papiere von Axa gerieten in diesem Umfeld unter Abgabedruck: Am gestrigen Mittwoch verlor die Aktie 2,8 Prozent und ging bei 42,74 Euro aus dem Handel.

Unternehmensspezifische Auslöser für den Rücksetzer gab es nach Berichten von Reuters nicht. Abseits der allgemeinen Zins- und Inflationssorgen treibt der französische Versicherungskonzern seine Neuausrichtung in wichtigen Kernmärkten jedoch weiter voran.

Vorstoß in das US-Spezialversicherungsgeschäft

Wachstumsimpulse soll künftig der nordamerikanische Markt liefern. Die Konzerntochter AXA XL gab gestern die Gründung der AXA XL Excess & Surplus Lines Insurance Company bekannt. Diese neue US-Einheit richtet sich gezielt an Großhandelsmakler im Segment für sogenannte Excess-and-Surplus-Versicherungen, bei denen schwer vermittelbare oder ungewöhnliche Risiken abgedeckt werden.

Der operative Fahrplan für den neuen Träger steht bereits fest. Anfang 2027 soll das Underwriting im Bereich der Haftpflichtrisiken anlaufen. Im späteren Verlauf des Jahres 2027 ist zudem der Einstieg in das Sachversicherungsgeschäft vorgesehen. Durch die eigene Plattform will der Konzern seine Beziehungen zu Wholesale-Brokern in den USA vertiefen und gezielt Marktanteile im Spezialsegment ausbauen.

Straffung der Strukturen in Großbritannien

Parallel zur Expansion in Übersee optimiert das Unternehmen seine europäischen Einheiten. Bei AXA Insurance UK wurden die Sparten für Firmenkunden und Privatkunden zusammengelegt. Im Zuge dieser Fusion waren 58 Stellen von Veränderungen betroffen. Nach Unternehmensangaben sollen jedoch nahezu alle betroffenen Beschäftigten in neu geschaffenen Funktionen im Haus verbleiben.

Die operativen Anpassungen fallen in eine Phase, in der institutionelle Investoren die mittelfristigen Vorgaben des Managements analysieren. Analyst Ben Cohen von RBC Capital Markets hatte am 25. September das Kursziel für Axa von 54 auf 52 Euro angepasst und seine Einstufung auf „Outperform“ belassen.

Hintergrund der Neuberechnung waren die vom Konzern gesteckten Finanzziele für die Jahre 2027 bis 2029. Trotz kurzfristiger Marktschwankungen stützt der strategische Umbau im Spezial- und Privatkundengeschäft die längerfristigen Pläne des Versicherers.

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