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Symbolbild, KI-generiert

Anthropic Aktie: Claude übernimmt 26 Prozent der Forschung

Anthropic erweitert seine KI-Plattform, meldet wachsende Claude-Automatisierung und baut Partnerschaften in Finanz- und Pharmabranche aus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neues Modell gegen OpenAI erwogen
  • Claude leitet 26 Prozent eigenständig
  • Neue Werkzeuge für Kunden eingeführt
  • Partnerschaft mit Novo Nordisk bekannt

Der KI-Entwickler Anthropic stellt vor dem geplanten Gang an den Kapitalmarkt die Weichen für eine neue Produktoffensive. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag berichtete, erwägt das Unternehmen die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells.

Der Schritt zielt darauf ab, dem Wettbewerber OpenAI und dessen System GPT-6 Astra direkt Paroli zu bieten. Für die Vermarktung des Börsengangs war nach Reuters-Informationen zuvor ein Start frühestens für Mitte Oktober erwartet worden.

Claude übernimmt wachsende Anteile der Entwicklungsarbeit

Die Vorbereitung auf den Börsengang fällt mit einer spürbaren Beschleunigung der internen Forschungsprozesse zusammen. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, dass das eigene Modell Claude mit Stand August bereits 26 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Anthropic eigenständig leitet.

Zudem war die Software an mehr als 90 Prozent der gesamten Entwicklungsaufgaben in Kooperation mit menschlichen Forschern beteiligt. Diese Kennzahlen will das Unternehmen künftig regelmäßig veröffentlichen.

Parallel dazu treibt Anthropic den Ausbau seiner Softwareplattform für Endnutzer und Unternehmenskunden voran. Am 16. September führte der Entwickler die Chatfunktion und den Arbeitsbereich Cowork in einer gemeinsamen Benutzeroberfläche zusammen.

Ergänzend wurden Claude Design integriert sowie die Büroanwendungen Claude Docs und Claude Slides als Beta-Versionen vorgestellt. Die schrittweise Einführung dieser Werkzeuge startete für Abonnenten der Tarife Pro und Max über Web-, Desktop- und Mobilanwendungen.

Neue Einsatzbereiche im Finanz- und Pharmasektor

Auch über Partnerschaften erweitert das Unternehmen seine Reichweite im professionellen Umfeld. Am 14. September brachte Anthropic das Angebot Claude for Financial Advisors an den Markt. Die Anwendung verbindet das Sprachmodell direkt mit Analyse- und Vermögensverwaltungssoftware von BlackRock, Charles Schwab und Addepar.

Zwei Tage später, am 16. September, gab der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk eine Partnerschaft mit Anthropic bekannt. Das Unternehmen setzt Claude-Modelle sowie Claude Science ein, um die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente zu beschleunigen. Darüber hinaus nutzt der Konzern die Spitzenmodelle von Anthropic für die KI-gestützte Softwareentwicklung.

Spagat zwischen Sicherheitsanspruch und Wettbewerbsdruck

Trotz des verschärften Konkurrenzkampfs warnte CEO Dario Amodei am 12. September öffentlich vor den Risiken eines zu hohen Entwicklungstempos. Er forderte die KI-Branche auf, den Fortschritt bei Modellfähigkeiten zu verlangsamen. Dazu stellte er ein dreistufiges Rahmenwerk vor, das Entwicklern mehr Zeit für die Kontrolle von Missbrauchsrisiken verschaffen soll.

Dass diese Risiken real sind, unterstrich ein am 10. September veröffentlichter Sicherheitsbericht des Unternehmens. Anthropic meldete darin vereitelte Versuche, Claude für die Erforschung biologischer Waffen sowie für mutmaßlich russische Cyber-Spionage gegen ukrainische Regierungsvertreter einzusetzen. Zugleich berichtete das Unternehmen von Angriffsversuchen chinesischer Wettbewerber, die darauf abzielten, Modellfähigkeiten von Claude abzugreifen.

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