Zscaler liefert im dritten Quartal zwar solide Ergebnisse, verschreckt aber mit einem vorsichtigen Ausblick. Die Diskrepanz zwischen aktuellen Erfolgen und künftigen Zielen lastet schwer auf dem Kurs. Marktteilnehmer hinterfragen nun die langfristige Wachstumsstory des Cloud-Sicherheitsexperten.
Wachstum verliert an Tempo
Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz um gut 25 Prozent auf 850,48 Millionen US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen zwar die Schätzungen, lieferte aber einen Dämpfer für das Geschäftsjahr 2027. Das Management erwartet dann nur noch ein Plus von maximal 17 Prozent.
Bisher kalkulierte der Markt mit Wachstumsraten von bis zu 20 Prozent. Dieser Rückgang der Dynamik trifft auf eine Phase, in der Zscaler internen Gegenwind spürt. Zwei zentrale Köpfe der Vertriebsleitung kehrten dem Konzern kürzlich den Rücken.
Massive Kursverluste
Die Aktie notiert derzeit bei 115,92 Euro. Das entspricht einem Rückgang von über 38 Prozent seit Jahresbeginn. Vom 52-Wochen-Hoch bei 292,30 Euro ist das Papier mittlerweile weit entfernt.
Finanziell steht das Unternehmen indes auf einem stabilen Fundament. Eine freie Cashflow-Marge von 36 Prozent unterstreicht die operative Stärke im Bereich der Zero-Trust-Architekturen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 43,2 deutet zudem darauf hin, dass die Aktie technisch noch nicht extrem überverkauft ist.
Zscaler muss nun beweisen, dass die Neuorganisation des Vertriebs schnell Früchte trägt. Investoren blicken auf die kommenden Quartalsberichte, um die Haltbarkeit der neuen Prognosen zu prüfen. Ein schneller Wiederanstieg Richtung der 200-Tage-Linie bei 187,07 Euro erscheint vorerst unwahrscheinlich.
Stand heute, 20. Oktober: Zscaler – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Zscaler investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 20. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
